{"id":10081,"date":"2019-10-18T06:45:06","date_gmt":"2019-10-18T04:45:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=10081"},"modified":"2019-12-11T16:05:59","modified_gmt":"2019-12-11T15:05:59","slug":"ebusco-3-0-der-grosse-sprung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/ebusco-3-0-der-grosse-sprung\/","title":{"rendered":"Ebusco 3.0: Der gro\u00dfe Sprung"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-10081\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-10081-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-10081-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-10081-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Bisher kannten nur Experten den Namen Ebusco, oder MVG-Mitarbeiter, die im eigenen Fuhrpark mit den beiden bisherigen Einzelst\u00fccken Bekanntschaft gemacht haben, die seit einiger Zeit dort im Einsatz sind. In Skandinavien und Benelux sieht es da schon anders aus, <strong>hier laufen erste Kleinflotten<\/strong> der Busse, die sich bisher konventioneller Karossen aus China oder sp\u00e4ter Australien bedienten um die innovative Antriebstechnik zu beherbergen. Jetzt aber wollen es die Holl\u00e4nder wissen und haben sich dabei konzeptionell beim Flugzeugbau bedient \u00ad\u2013 schlie\u00dflich kamen mit Technikchef Tjaard Sijpkes noch viele weitere Mitarbeiter im holl\u00e4ndischen Deurne unweit vom Technik-Hotspot Eindhoven vom bekannten Flugzeugbauer Fokker.<\/p>\n<p><strong>Das Design des Wagens<\/strong> hat das B\u00fcro Kessels &amp; Granger erarbeitet, das schon seit 2010 f\u00fcr die Gestaltung der Busse verantwortlich zeichnet. Neben dem extravaganten, schwebend wirkenden Schild auf dem Bug und der abgerundeten Heckscheibe fallen dabei auf den zweiten Blick einige neuartige Linienziehungen auf, die einem Stadtbus eher selten angedeihen: Da w\u00e4re die deutliche abgerundete Fallung der Seiten oder die raffinierten Abschl\u00fcsse der segmentierten Seitenw\u00e4nde nach unten, die so kein anderer Stadtbus bietet. Hier will sich jemand deutlich vom Mainstream absetzen. <strong>Der selbsttragende Monocoque des ausgewachsenen 12-m-Busses aus Carbon<\/strong> und glasfaserverst\u00e4rktem Kunststoff bringt ganze 8,5 t auf die Waage, das sind etwa 3 t weniger als eine konventionelle Stahlstruktur.<\/p>\n<p>Das soll nicht nur f\u00fcr erh\u00f6hte Effizienz und eine Reichweite bis zu 500 km sorgen, sondern auch Kapazit\u00e4t f\u00fcr rund 90 Passagiere schaffen. Klingt nach der Quadratur des Kreises \u2013 die nur mit diesen kombinierten Werkstoffen machbar sein soll. Man erinnert sich an den \u201eMetroliner aus Carbon\u201c von Neoplan, der in den 90ern in kleinen St\u00fcckzahlen Furore machte. Allein der Durchbruch blieb dem M\u00f6hringer Hoffnungstr\u00e4ger damals verwehrt, auch wenn er schnell als Basis f\u00fcr alle m\u00f6glichen alternativen Antriebe diente \u2013 die Kombination war auch damals schon virulent. Seitdem war dieses Konzept aber wieder in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, wie Ebusco CEO Peter Bijvelds nicht m\u00fcde wird, von der B\u00fchne herab zu betonen. Weitere Vorteile der Leichtbaukonstruktion, die zuerst mit der M\u00fcnchener MVG erprobt werden soll, seien neben dem <strong>geringen Gewicht auch die Langlebigkeit<\/strong> des Busses bis zu 20 Jahre, die vor allem die Betriebskosten senken soll. Die \u201eTCO\u201c, also die Betriebskosten \u00fcber ein Busleben gerechnet, sind das meistgebrauchte K\u00fcrzel des Abends der Vorstellung.<\/p>\n<p>Die Technik des Elektrobusses wiederum ist nicht unbedingt revolution\u00e4r, sie hat sogar einen kleinen Haken. Die auch aus dem Mercedes eCitaro bekannte elektrische Niederflur-Achse ZF AxTrax AVE mit 250 kW Gesamtleistung und radnahen Motoren ist modifiziert, um einen rund 900 mm breiten Durchgang im sehr <strong>luftigen Innenraum mit komplett ebenen Boden bis ins Heck<\/strong> zu schaffen. Man ahnt schon wie: mit dem Verzicht auf Zwillingsreifen und einem kleinen Supersingle mit 385er Breitreifen.<\/p>\n<p>MAN scheiterte im A37 zuerst und glorios mit dem Konzept, und auch Ziehl-Abegg wollte nicht recht gl\u00fccklich damit werden f\u00fcr seine Radnabenmotoren. Man darf gespannt sein ob sich die Kunden beim dritten Anlauf an das Konzept gew\u00f6hnen werden.<\/p>\n<p><strong>V\u00f6llig neuartig<\/strong> \u2013 zumindest in Europa \u2013 ist das Konzept, der im Boden verbauten, besonders robusten Lithium-Eisenphosphat-Batterien mit acht Jahren Garantie. Das soll den Schwerpunkt des Busses senken und macht Platz f\u00fcr ein Panoramaglasdach, bisher ein Novum im Stadtbus. Ob sich dies auf die Bodenfreiheit des Busses negativ auswirkt, muss sich zeigen, bei der Pr\u00e4sentation wirkte sie nicht gerade \u00fcppig, die Einstiegsh\u00f6hen dagegen waren mit einem konventionellen Niederflurbus identisch.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die Energiekapazit\u00e4t<\/strong> der schnelladef\u00e4higen Akkus (Ebusco sieht seine St\u00e4rke aber eher im Depotladen, das jetzt auch mit zwei Ladekabeln parallel funktionieren soll) schweigt sich Ebusco dagegen vielsagend aus. \u201eDiese Angaben w\u00e4ren ohnehin sehr schnell veraltet, so dynamisch entwickelt sich der Batteriemarkt derzeit\u201c, so Tjaard Sijpkes. Dynamisch zeigt sich auch die sonstige Ausstattung des neuen Leichtbusses, der ab 2021 vollst\u00e4ndig in den Niederlanden gefertigt werden soll: Kameras statt Spiegel, modernster digitaler Arbeitsplatz von Conti, der sich sogar auf verschiedene Fahrerprofile programmieren l\u00e4sst. Bei soviel Innovation k\u00f6nnen sich einige Gro\u00dfkonzerne vielleicht ein paar Dinge abschauen. Oder wie sagt der Technikchef Sijpkes: \u201eMan kann durchaus den Mut haben \u00fcber einen Graben zu springen, aber man sollte sicher sein, dr\u00fcben anzukommen.\u201c Und das auch ganz ohne Flugzeug.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Olaf Forster<\/p>\n<p>Bildquelle: Ebusco<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-10081-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-10081-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-10081\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Ebusco_3.0_front_01-512x288.jpg\" width=\"512\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Ebusco_3.0_front_01-512x288.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Ebusco_3.0_front_01-200x113.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Ebusco_3.0_front_01-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher kannten nur Experten den Namen Ebusco, oder MVG-Mitarbeiter, die im eigenen Fuhrpark mit den beiden bisherigen Einzelst\u00fccken Bekanntschaft gemacht haben, die seit einiger Zeit dort im Einsatz sind. 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