{"id":11181,"date":"2020-02-28T06:37:57","date_gmt":"2020-02-28T05:37:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=11181"},"modified":"2020-03-05T17:28:59","modified_gmt":"2020-03-05T16:28:59","slug":"autonomes-fahren-sicher-aber-skeptisch-beaeugt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/autonomes-fahren-sicher-aber-skeptisch-beaeugt\/","title":{"rendered":"Autonomes Fahren: Sicher aber skeptisch be\u00e4ugt"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-11181\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-11181-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-11181-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-11181-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Im Januar findet in Las Vegas mit der Consumer Electronics Show (CES) allj\u00e4hrlich eine Messe statt, die auch f\u00fcr den Mobilit\u00e4tsbereich immer mehr an Bedeutung gewinnt. So zeigte in diesem Jahr der Technologiekonzern ZF auf der CES seine<strong> Ideen f\u00fcr den Bereich automatisiertes- und autonomes Fahren<\/strong> auf. Bei ZF ist man \u00fcberzeugt, dass automatisiertes und autonomes Fahren den Verkehr der Zukunft \u201esicherer, effizienter und komfortabler\u201c machen wird, weshalb der ZF-Vorstandsvorsitzende Wolf-Henning Scheider auch in Las Vegas betonte: \u201eZF bietet komplette Systeme mit unterschiedlichen Leistungsstufen an und ist mit L\u00f6sungen f\u00fcr Pkw, Nutzfahrzeuge und Industrietechnik in allen relevanten Anwendungsfeldern aktiv.\u201c<\/p>\n<p>Speziell im Nutzfahrzeugbereich hat man bei ZF \u201eschon jetzt eine Nachfrage nach Systemen\u201c ausgemacht, die \u201e<strong>vollautomatisiertes Fahren nach Level 4<\/strong> und h\u00f6her in wenigen Jahren m\u00f6glich machen\u00ab, erkl\u00e4rte Scheider. Nutzfahrzeuge k\u00f6nnten bereits heute auf geschlossenen Arealen oder abgegrenzten Fahrspuren vollautomatisiert fahren. Zudem w\u00fcrden sich durch fahrerlosen Transport auf Betriebsh\u00f6fen oder bei der st\u00e4dtischen Personenbef\u00f6rderung Einsparpotenziale ergeben, die zu einer raschen Amortisierung der Systemkosten f\u00fchren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>In Deutschland testen denn auch mehrere Verkehrsunternehmen bereits autonom fahrende Fahrzeuge. So rollen elektrisch betriebe Shuttles beispielsweise im bayerischen Bad Birnbach oder in Berlin \u00fcber die Stra\u00dfen. Und <strong>in Osnabr\u00fcck<\/strong> haben die Stadtwerke im Zuge einer zweiten Testphase des autonom fahrenden Shuttles ihren Betrieb ausgeweitet. Das Fahrzeug mit Namen \u201eHubi\u201c ist hier auf \u00f6ffentlichen Stra\u00dfen unterwegs und dient dabei auch als Zubringer- und Abholshuttle auf Bestellung f\u00fcr eine Buslinie.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der knapp f\u00fcnf Monate dauernden ersten Testphase sei \u201eHubi\u201c auf dem zentralen Betriebsgel\u00e4nde der Stadtwerke <strong>weitgehend st\u00f6rungsfrei<\/strong> unterwegs gewesen, erkl\u00e4rte das Unternehmen. Auch zuk\u00fcnftig wird eine Begleitperson an Bord sein, die bei Bedarf eingreifen kann \u2013 wie auch bei anderen Pilotprojekten. Die Geschwindigkeit dieser Testfahrzeuge ist bisher noch alles andere als atemberaubend, so ist beispielsweise \u201eHubi\u201c in Osnabr\u00fcck mit einer Maximalgeschwindigkeit von 15 km\/h unterwegs.<\/p>\n<p>Die Technik ist bei solchen Projekten die eine Seite, die rechtlichen Rahmenbedingungen machen das Ganze aber oft nicht unbedingt leichter. So sei allein das <strong>Genehmigungsverfahren \u201esehr komplex und umfangreich\u201c<\/strong> gewesen, sagte Werner Linnenbrink, Leiter Mobilit\u00e4tsangebot bei den Stadtwerken Osnabr\u00fcck. So habe die Stadt Osnabr\u00fcck f\u00fcr die jetzige Testphase ein Parkverbot entlang des gesamten Rundkurses sowie ein Tempolimit von 30 km\/h auf der Stra\u00dfe eingerichtet, auf welcher \u201eHubi\u201c nun unterwegs ist, z\u00e4hlte Linnenbrick als Beispiel auf, bei dem es auf die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren ankam.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Industrie auf die gro\u00dfen Chancen verweist, die automatisiertes Fahren bietet und bei den Verkehrsbetrieben bereits getestet wird, dauern die laufenden juristischen und politischen Prozesse zur Schaffung eines Rechtsrahmens weiter an. Diese Arbeiten \u201ezur Erm\u00f6glichung des autonomen Fahrens in spezifischen Anwendungsf\u00e4llen\u201c seien \u201enoch nicht abgeschlossen\u201c, teilte die Bundesregierung Anfang Januar 2020 auf eine Kleine Anfrage im Deutschen Bundestag mit. Laut der Bundesregierung bereite eine Arbeitsgruppe der Nationalen Plattform \u201e<strong>Zukunft der Mobilit\u00e4t<\/strong>\u201c, die den Namen \u201eDigitalisierung f\u00fcr den Mobilit\u00e4tssektor\u201c tr\u00e4gt, derzeit die Durchf\u00fchrung eines sogenannten \u201eReallabors\u201c der digitalen Mobilit\u00e4t vor. Das klingt jetzt nicht unbedingt so, als sei hier richtig Tempo drin \u2013 kein Wunder also, dass laut einer Allensbach-Umfrage eine \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Deutschen der Bundesregierung nicht zutraut, den digitalen Wandel hinzukriegen.<\/p>\n<p>Diese Regierung f\u00f6rdert immerhin im Rahmen des<strong> F\u00f6rderprogramms \u201emFund\u201c<\/strong> die Entwicklung datenbezogener Mobilit\u00e4tskonzepte durch das Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), erkl\u00e4rte die Bundesregierung. Durch die Novelle des Personenbef\u00f6rderungsrechts will man dann daf\u00fcr sorgen, dass plattformbasierte und digital vermittelte Mobilit\u00e4tsangebote gest\u00e4rkt werden und eine rechtssichere Grundlage f\u00fcr ihre Zulassung erhalten, \u201eum das Mobilit\u00e4tsangebot f\u00fcr den Verbraucher in Stadt und Land zu verbessern\u201c.<br \/>\nDiese Verbraucher zeigen sich aber durchaus ein wenig vorsichtig in Bezug auf das automatisierte und autonome Fahren. Zumindest legen dies zwei Akzeptanzstudien nahe, die im Dezember 2019 und im Januar 2020 ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/p>\n<p>So kommt die Studie <strong>\u201eAutomatisiertes Fahren in der Smart City\u201c<\/strong>, die der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ver\u00f6ffentlicht hat, zu dem Ergebnis, dass die Bev\u00f6lkerung dem autonomen Fahren im \u00d6PNV derzeit noch skeptisch gegen\u00fcber steht. Demnach w\u00fcrde es derzeit nur jede vierte befragte Person begr\u00fc\u00dfen, wenn der \u00d6PNV in Zukunft komplett ohne Fahrer betrieben w\u00fcrde. Eine deutliche Mehrheit der Befragten von 68 % spreche sich sogar gegen einen fahrerlosen Nahverkehr aus. Besonders skeptisch zeigen sich dabei die \u00e4lteren Befragten mit einem Alter ab 60 Jahren.<\/p>\n<p>Die Studie zeigt aber auch, dass automatisiertes Fahren erhebliche Verbesserungen in den Bereichen Klimaschutz, Verkehrssicherheit und in Form von ad\u00e4quaten Mobilit\u00e4tskonzepten nach sich ziehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis kommt auch eine Studie des Bundesverbands IT-Mittelstand (BITMI). Die Untersuchung zeigt zwar, dass der Markt potenzieller Fahrg\u00e4ste f\u00fcr Angebote mit autonom fahrenden Bussen recht gro\u00df ist. So finden rund 80 % der Befragten einen solchen Service generell gut. <strong>Die Schattenseite ist jedoch,<\/strong> dass weniger als die H\u00e4lfte der Befragten (40 %) bereit w\u00e4ren \u201eohne Vorbehalte in einen Bus ohne Fahrer einzusteigen\u201c. Die Ergebnisse zeigen somit eine gro\u00dfe Diskrepanz zwischen grunds\u00e4tzlich positiver Einstellung zu den autonomen Fahrzeugen und der Bereitschaft sie selbst zu nutzen.<\/p>\n<p>Denn laut den Befragungsergebnissen wird der <strong>Bus vorrangig als Alternative im Mobilit\u00e4tsangebot<\/strong> gesehen. Eine Mehrheit von 63 % w\u00fcrden ihn nutzen, wenn \u201edie \u00fcblichen Verkehrsmittel\u201c \u2013 womit in erster Linie der eigene Pkw gemeint ist \u2013 gerade nicht zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. Und nur noch 25 % nennen das t\u00e4gliche Pendeln zur Arbeit, zur Uni oder Schule als Weg, den man sich mit dem autonom fahrenden Bus vorstellen kann. Ein Gro\u00dfteil der Befragten kann sich die Nutzung des Busses also nur f\u00fcr Gelegenheitsfahrten vorstellen.<\/p>\n<p>Eine wesentliche Ursache f\u00fcr diese Skepsis ist laut der BITMI-Studie die Tatsache, dass das\u00a0Mobilit\u00e4tsverhalten der Deutschen wesentlich vom privaten Pkw bestimmt ist. Trotz positiver Assoziationen w\u00fcrde daher die Mehrheit der Befragten einen autonomen Bus eben nur f\u00fcr Gelegenheitsfahrten nutzen wollen \u2013 wenn der eigene Pkw nicht zur Verf\u00fcgung steht.<br \/>\nTrotzdem zeigen sich die Macher der Studie davon \u00fcberzeugt, dass ein Mobilit\u00e4tswandel nicht aufzuhalten ist. \u201eUnsere t\u00e4gliche Fortbewegung und der technische Fortschritt verlangen nach <strong>neuen Mobilit\u00e4tskonzepten<\/strong>. Die Technologie des autonomen Fahrens auf Basis von KI wird in Zukunft f\u00fcr sicherere Stra\u00dfen sorgen\u201c, ist es f\u00fcr BITMI-Pr\u00e4sident Oliver Gr\u00fcn ausgemachte Sache, dass die Art der Fortbewegung sich k\u00fcnftig \u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Thomas Burgert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bild: In Osnabr\u00fcck befindet sich der Shuttle \u201eHubi\u201c in Testphase Zwei<\/p>\n<p>Bildquelle: Stadtwerke Osnabr\u00fcck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-11181-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-11181-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-11181\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hubi_Osnabrueck_c_Stadtwerke_Osnabrueck_1-512x342.jpg\" width=\"512\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hubi_Osnabrueck_c_Stadtwerke_Osnabrueck_1-512x342.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hubi_Osnabrueck_c_Stadtwerke_Osnabrueck_1-200x134.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hubi_Osnabrueck_c_Stadtwerke_Osnabrueck_1-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hubi_Osnabrueck_c_Stadtwerke_Osnabrueck_1-1536x1027.jpg 1536w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hubi_Osnabrueck_c_Stadtwerke_Osnabrueck_1-2048x1369.jpg 2048w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hubi_Osnabrueck_c_Stadtwerke_Osnabrueck_1-272x182.jpg 272w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" title=\"Hubi_Osnabrueck_c_Stadtwerke_Osnabrueck_1\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Januar findet in Las Vegas mit der Consumer Electronics Show (CES) allj\u00e4hrlich eine Messe statt, die auch f\u00fcr den Mobilit\u00e4tsbereich immer mehr an Bedeutung gewinnt. 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