{"id":12853,"date":"2020-06-15T15:10:57","date_gmt":"2020-06-15T13:10:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=12853"},"modified":"2026-06-26T15:03:41","modified_gmt":"2026-06-26T13:03:41","slug":"berlin-demo-fuer-die-busunternehmen-geht-es-um-alles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/berlin-demo-fuer-die-busunternehmen-geht-es-um-alles\/","title":{"rendered":"Berlin-Demo: F\u00fcr die Busunternehmen geht es um alles"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-12853\"  class=\"panel-layout\" >\n<div id=\"pg-12853-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\"  data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;,&quot;cell_alignment&quot;:&quot;flex-start&quot;}\" >\n<div id=\"pgc-12853-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\"  data-weight=\"0.5\" >\n<div id=\"panel-12853-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\" >\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<p>F\u00fcr die deutschen Busreiseveranstalter bringt das Konjunkturpaket der Bundesregierung keine Rettung, so die Erkenntnis von RDA, bdo und gbk. Aus diesem Grund demonstriert die Branche f\u00fcr notwendige Nachbesserungen und die Zukunft klimafreundlicher Mobilit\u00e4t. <strong>Fast 1.000 Busse aus ganz Deutschland werden am Mittwoch, 17. Juni, mit deutlichen Botschaften auf ihren Karosserien nach Berlin rollen, um bei der Politik Druck zu machen und angemessene finanzielle Entsch\u00e4digung zu fordern.<\/strong> H\u00f6hepunkte der Demonstration sind eine Kundgebung um 12 Uhr am Brandenburger Tor sowie die Bus-Karawane auf der gesamten Stra\u00dfe des 17. Juni.<\/p>\n<p><strong>Eine ungeahnte Pleitewelle rollt an.<\/strong> Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich die Lage f\u00fcr das Busgewerbe derart zugespitzt, dass die Branchenverb\u00e4nde bdo, gbk und RDA ihre Mitglieder innerhalb kurzer Zeit bereits zu einem 2. Aktionstag rufen m\u00fcssen. Die Bundesregierung hatte den Unternehmen mit dem Verbot von Busreisen am 17. M\u00e4rz die Gesch\u00e4ftsgrundlage entzogen. Seitdem folgen Neustarts in den Bundesl\u00e4ndern mit teils drastischen Auflagen, die ein Arbeiten unm\u00f6glich machen.<\/p>\n<p>Auf die unerm\u00fcdlichen Hilferufe von Unternehmern, die f\u00fcr die Verbindung touristischer Wertsch\u00f6pfungsketten und den Wiederaufbau eines europaweiten Reiseverkehrs nach der Corona-Krise unverzichtbar sind, hat die Politik bisher nicht angemessen reagiert.<\/p>\n<p>Zum drohenden Aus f\u00fcr hunderte Traditionsbetriebe in der Bustouristik und die Vers\u00e4umnisse der bisherigen Rettungspolitik sagt Karl H\u00fclsmann, Pr\u00e4sident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo): \u201eDas aktuelle Konjunkturpaket ist f\u00fcr die Busbranche eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung: Statt der <strong>notwendigen Soforthilfe in H\u00f6he von mindestens 170 Mio. Euro<\/strong> f\u00fcr das fast drei Monate w\u00e4hrende Komplettverbot aller Reisebusfahrten, will man die Betroffenen mit \u00dcberbr\u00fcckungshilfen abspeisen, die viel zu kurz und viel zu niedrig angesetzt wurden. Die Reisebusunternehmen sind schwerer und l\u00e4nger betroffen als fast alle anderen Wirtschaftszweige. Sie m\u00fcssen jetzt endlich gerettet werden. Dabei geht es auch um die fast 240.000 Arbeitspl\u00e4tze, die direkt und indirekt vom Bustourismus abh\u00e4ngen.\u201c<\/p>\n<p>Dass die Reisebeschr\u00e4nkungen in Europa nach und nach gelockert werden, kann die drohende Pleitewelle in der Bustouristik auch nicht abwenden. Zumal der Flickenteppich an Terminen und Auflagen den zeitnahen Start und die betriebswirtschaftlich sinnvolle Kalkulation von Busreisen verhindert. Mit der Aufweichung der Insolvenzregeln wird nach Auffassung von Benedikt Esser nur die Statistik gesch\u00f6nt. \u201eF\u00fcr die Busunternehmer, die mit KfW-Krediten in die unverschuldete \u00dcberschuldung getrieben werden, ist es schon f\u00fcnf nach zw\u00f6lf\u201c, stellt der Pr\u00e4sident des RDA Internationaler Bustouristik Verband fest. Die Vers\u00e4umnisse der Politik muss nach seiner Auffassung nicht nur der Mittelstand ausbaden. Denn mit dem Verschwinden traditioneller Familienbetriebe, von denen viele auf eine hundertj\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen, geht auch eine historisch gewachsene Reisekultur zugrunde. \u201eUnd das werden vor allem die l\u00e4ndlichen Regionen schmerzhaft zu sp\u00fcren bekommen\u201c, f\u00fcrchtet Esser.<\/p>\n<p>Hermann Meyering kritisiert die Ungleichbehandlung der Verkehrsmittel, die den Reisebus beim Neustart nach der Corona-Krise benachteiligt. \u201eW\u00e4hrend Bahn und Flieger ihre Bef\u00f6rderungskapazit\u00e4ten voll auslasten d\u00fcrfen, werden die Betreiber von Reisebussen immer noch mit kleinlichen Abstandsregeln geg\u00e4ngelt\u201c, \u00e4rgert sich der Vorsitzende der G\u00fctegemeinschaft Buskomfort (gbk). \u201eDiese Ungerechtigkeit gipfelt darin, dass die Deutsche Bahn und die Lufthansa mit milliardenschweren Hilfsprogrammen gesponsert werden. Dagegen muss die Bustouristik darum betteln, ihre Vorhaltekosten und die Fixkosten f\u00fcr abgesagte Busreisen erstattet zu bekommen.\u201c Damit verspielt die Regierung laut Meyering auch die Chance, mit dem klimafreundlichen Reisebus nachhaltige Mobilit\u00e4t nach vorne zu bringen.<\/p>\n<p>Orientiert sich die Berliner Regierungskoalition bei der Verteilung von Hilfsgeldern endlich an der \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und sozialen Relevanz der Bustouristik? Darauf wollen die Demonstranten, die sich am Mittwoch vor dem Brandenburger Tor zu einer Kundgebung versammeln, von der Bundesregierung eine Antwort h\u00f6ren. Die Kanzlerin wurde auch zum Dialog mit der Busbranche, die sich nicht mehr mit Floskeln und leeren Versprechungen zufrieden gibt, eingeladen. Auf Ebene der Bundesl\u00e4nder unterst\u00fctzen die Verb\u00e4nde zudem Klagen auf Schadensersatz f\u00fcr die Einnahmeausf\u00e4lle w\u00e4hrend des staatlich verordneten Busstillstands.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: RDA, bdo, gbk<\/p>\n<p>Bildquelle: Archiv<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"pgc-12853-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\"  data-weight=\"0.5\" >\n<div id=\"panel-12853-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\" >\n<div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277\"\n\t\t\t\n\t\t><\/p>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/busretten_nl-512x384.jpg\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/busretten_nl-512x384.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/busretten_nl-200x150.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/busretten_nl-e1590695401211.jpg 620w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" title=\"busretten_nl\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die deutschen Busreiseveranstalter bringt das Konjunkturpaket der Bundesregierung keine Rettung, so die Erkenntnis von RDA, bdo und gbk. 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