{"id":14946,"date":"2020-12-11T06:33:32","date_gmt":"2020-12-11T05:33:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=14946"},"modified":"2022-07-19T12:57:57","modified_gmt":"2022-07-19T10:57:57","slug":"kleinbusse-die-e-mini-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/kleinbusse-die-e-mini-kommen\/","title":{"rendered":"Kleinbusse: Die E-Minis kommen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-14946\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-14946-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-14946-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-14946-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Lange standen sie abseits: Kleinfahrzeuge mit Elektroantrieb. Der Fokus im \u00d6PNV lag auf dem Umstieg von den gro\u00dfen Diesel- auf E-Busse. Doch so langsam geraten die Minibusse mit E-Motor auch in den Blick.<\/p>\n<p>Die Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft (NIAG) in Moers testete k\u00fcrzlich zwei E-Busse im Linienbetrieb. Die Busse wurden dabei auf allen Strecken eingesetzt, um so ihre Leistungsf\u00e4higkeit und Reichweite mit realen Bedingungen unter Beweis stellen zu k\u00f6nnen. Die Probanden waren ein 12 m gro\u00dfer VDL Citea SLF-120 Electric mit Platz f\u00fcr 85 Fahrg\u00e4ste und ein Mini, ein VDL MidCity Electric, der gerade einmal 19 Passagiere fasst.<\/p>\n<p>Und er ist eigentlich das <strong>ungew\u00f6hnlichere Fahrzeug von den beiden E-Bussen<\/strong>. Denn dass Verkehrsunternehmen bei ihren \u00dcberlegungen zur E-Mobilit\u00e4t auch Kleinfahrzeuge mit einbeziehen, ist noch eher die Ausnahme. Und, zugegeben, es gibt noch nicht sehr viel E-Kombis und E-Kleinbusse, die&nbsp; zur Auswahl stehen \u2013 zumindest wenige von der Stange: VW Crafter bzw. der identische MAN TGE und der Sprinter w\u00e4ren z. B. zu nennen.<\/p>\n<p>In diesem Fall ist es ein E-Sprinter, den VDL zum Stadtbus MidCity Electric umbaut. Er verf\u00fcgt \u00fcber einen 90 kW (123 PS) starken Motor und \u00fcber ein Batteriepaket von 87 kWh. Der 5,5-Tonner, der auch seine Klimaanlage (8 kW) rein elektrisch betreibt, kommt damit laut VDL 140 km weit. Seine Ladezeit (0 auf 80 %) gibt der Hersteller bei Wechselstrom mit max. 22 kW mit etwa 4 Stunden und bei Gleichstrom mit max. 40 kW mit knapp 2 Stunden an. Der MidCity Electric ist im vorderen Fahrgastbereich niederflurig ausgelegt (5 Klappsitze oder Rollstuhlplatz + 1 Sitz). Im Heck sitzen die Passagiere auf einem Podest.<\/p>\n<p>Die OV Steinborn GmbH aus Erbach traute sich k\u00fcrzlich an einen Umbau eines eTGE heran und das anfangs mit einer ordentlichen Portion Skepsis im Bauch. Der Elektro-Kombi von MAN verf\u00fcgt \u00fcber 100 kW (136 PS) und 290 Nm Drehmoment. Eine Lithium-Ionen-HV-Batterie (35,8 kWh) sorgt w\u00e4hrend der Fahrt f\u00fcr Energie.<\/p>\n<p>Der Klein- und Midibus-Spezialist lie\u00df ihn in der T\u00fcrkei zu einem Neunsitzer (8+1) mit Rollstuhlrampe im Heck aufbauen. \u201eLaut Werksangabe betr\u00e4gt die Reichweite 150 km. Unser Praxistest mit Klimaanlage und Co. im Betrieb, lie\u00df diese auf 100 km schrumpfen. Damit gewinnt man auf der Langstrecke keinen Krieg\u201c, erl\u00e4utert Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Britta Steinborn <strong>das gr\u00f6\u00dfte Manko des E-Fahrzeuges<\/strong>.<\/p>\n<p>Aber f\u00fcr die Langstrecke ist der eTGE nicht gedacht, auch nicht der Umbau von OV Steinborn, sondern der Bus ist als B\u00fcrgerbus oder Schulbus konzipiert. F\u00fcr die morgendliche und mitt\u00e4gliche Schulbustour vor Ort (60 km hin und zur\u00fcck) sei das Fahrzeug optimal. Die Reichweite reicht f\u00fcr eine Fahrt aus, danach wird geladen und anschlie\u00dfend die R\u00fcckfahrt durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>In der Summe kommt man in Erbach \u2013 trotz der (noch) vorhandenen Nachteile der Elektrotechnik \u2013 zu einem positiven Urteil: \u201eWenn die Vorteile der E-Technologie erkannt und richtig eingesetzt werden, <strong>hat man viel Freude mit einem solchen Fahrzeug <\/strong>und wird es in den passenden Bereichen einem Verbrenner vorziehen \u2013 zudem tut man dabei noch etwas Gutes f\u00fcr sein Gewissen und das Unternehmensimage\u201c.<\/p>\n<p>Die K-Bus GmbH aus Hornstein in \u00d6sterreich galt bereits, als das Unternehmen noch Kutsenits hie\u00df, als der Busbauer im Kleinbussegment, dem keine Herausforderung zu gro\u00df war, um einem schn\u00f6den Transporter aus seinem Kleid zu helfen und ihn anschlie\u00dfen in einen Ma\u00dfanzug eines Kleinbusses zu stecken. Egal ob der Bus danach auf die Linie sollte oder als Reisewagen seinen Dienst versah.<\/p>\n<p>Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass K-Bus nicht vor dem Thema Elektrobus zur\u00fcckschreckte, sondern einen eigenen auf die Beine stellte. Die \u00d6sterreicher griffen dabei als Basisfahrzeug auf den Nissan e-NV 200 zur\u00fcck. Der Transporter verf\u00fcgt \u00fcber 40-kWh-Batterie und 80 kW (109 PS).<\/p>\n<p>K-Bus nutzt vom Nissan dabei nur die Frontpartie und das Antriebssystem. Ab <strong>hinter den Vordersitzen ist alles \u201eMade of K-Bus\u201c<\/strong>. Die \u00d6sterreicher verwandelten ihn dabei in einen Stadtbus (E-Solar City) und in einen Elektro-B\u00fcrgerbus.<\/p>\n<p>Den E-Solar City gibt es in drei Ausbaustufen. Allen gemein ist, dass der Fahrgastraum komplett niederflurig ist. City I + II + III unterscheiden sich in der Gr\u00f6\u00dfe und damit im Fahrgastvolumen. City I darf 20 Personen mitnehmen, die beiden gr\u00f6\u00dferen Br\u00fcder 26 (M2) bzw. 32 (M3) Personen. Das zul. GG reicht von 4,5 bis 5,5 t. Die Fahrzeugl\u00e4ngen gehen von 5,80 bis 7,40 m. Sie verf\u00fcgen \u00fcber Solar-Panels, die auf dem Dach und am Heck montiert sind. Diese dienen den Fahrzeugen als Range-Extender. K-Bus gibt f\u00fcr diese E-Busse eine Reichweite von 110-150 km an. Die Ladezeit wird bei einer (CHAdeMO)Schnellladung mit einer Stunde angegeben. Das reicht dann f\u00fcr weitere 130 km.<\/p>\n<p>Unter den E-Solar City haben die \u00d6sterreicher einen 3,5-Tonner mit E-Motor angesiedelt, der noch mit dem Pkw-F\u00fchrerschein (M1) gefahren werden darf. Er bietet Platz f\u00fcr acht Mitfahrer und kann auch einen Rollstuhl aufnehmen. Technisch basiert er auch auf dem e-NV 200 und verf\u00fcgt ebenfalls \u00fcber Solar-Panels. Auch er ist ein Niederflurwagen. So einen Neunsitzer hat sich z. B. im Fr\u00fchjahr der B\u00fcrgerbusverein Emsdetten\/Saerbeck f\u00fcr <strong>150000 Euro (darunter 105000 Euro Landesf\u00f6rderung)<\/strong> angeschafft. Damit f\u00e4hrt der Verein vor- und nachmittags jeweils 60 km. Ganz ohne Diesel kommt dieser E-Bus \u00fcbrigens nicht aus. Ein 10-l-Tank ist f\u00fcr die Standheizung mit an Bord.<\/p>\n<p>Kontakt:<\/p>\n<p>Busvertrieb Dirk Feuser GmbH, Aegidiusstr. 2, 65375 Oestrich-Winkel, Tel.: 06723\/8049677, www.busvertrieb-feuser.de<\/p>\n<p>K-Bus GmbH, Industriegasse 1\/1, AT-7053 Hornstein, Tel.: 0043\/2689\/221612, www.k-bus.at<\/p>\n<p>OV Steinborn GmbH, Gro\u00dfes Wert 5\/1, 89155 Erbach, Tel. 07305\/921770, www.midibusse.de<\/p>\n<p>VDL Bus &amp; Coach Deutschland GmbH, Oberer Westring 1, 33142 B\u00fcren, Tel. 02951\/6080, www.vdlbuscoach.com<\/p>\n<\/p>\n<p>Text: Dirk Sanne<\/p>\n<p>Bild: Der durchgehend niederflurige Mini E-Solar City von K-Bus ist in G\u00fcnzburg im Einsatz<\/p>\n<p>Bildquelle: K-Bus<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-14946-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-14946-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-14946\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_20191218_120609_resized_20200109_085946665-512x384.jpg\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_20191218_120609_resized_20200109_085946665-512x384.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_20191218_120609_resized_20200109_085946665-200x150.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_20191218_120609_resized_20200109_085946665-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/IMG_20191218_120609_resized_20200109_085946665.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange standen sie abseits: Kleinfahrzeuge mit Elektroantrieb. 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