{"id":15528,"date":"2021-01-29T06:30:34","date_gmt":"2021-01-29T05:30:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=15528"},"modified":"2022-07-19T12:57:56","modified_gmt":"2022-07-19T10:57:56","slug":"reiseanalyse-die-reiselust-bleibt-ungebrochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/reiseanalyse-die-reiselust-bleibt-ungebrochen\/","title":{"rendered":"Reiseanalyse: Die Reiselust bleibt ungebrochen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-15528\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-15528-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-15528-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-15528-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Trotz Corona, trotz eines verhagelten Urlaubsjahrs 2020 und trotz weiterer Einschr\u00e4nkungen im Rahmen der Pandemiebek\u00e4mpfung bleibt der Ausblick auf das Tourismusjahr 2021 verhalten optimistisch.<\/p>\n<p>Zu dem Ergebnis kommt zumindest <strong>die aktuelle Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR)<\/strong>. Prof. Martin Lohmann, wissenschaftlicher Berater der FUR, hat f\u00fcr die CMTdigital (26.1.2021), dem digitalen Ersatz f\u00fcr den corona-bedingten Messeausfall der CMT, eine erste vorl\u00e4ufige Bilanz des Tourismus im Jahr 2020 erstellt und gibt zugleich einen Ausblick auf dieses Jahr. Die dazugeh\u00f6rige Umfrage st\u00fctzt sich auf 2 500 Teilnehmer.<\/p>\n<p>Konnte der internationale Tourismus 2019 noch mit einem Plus von 4 % aufwarten, so fiel der wirtschaftliche R\u00fcckblick auf das verflossene Jahr erwartungsgem\u00e4\u00df n\u00fcchtern aus: \u201e<strong>Der Einbruch im weltweiten Tourismus war dramatisch<\/strong>\u201c, verdeutlicht Martin Lohmann die Lage im vergangenen Jahr (Jan.-Nov.). Minus 79 % lautet der Vergleich zwischen 2019 und 2020 im internationalen Tourismus. Weltweit liegen die Ank\u00fcnfte internationaler G\u00e4ste, laut der World Tourism Organization der UN (UNWTO) und Sch\u00e4tzungen der FUR bei ca. 400 Mio. Im Jahr 2019 waren es noch 1,46 Mrd. gewesen. \u201eDamit liegt der internationale Tourismus etwa auf dem Niveau von 1989\u201c, betont Martin Lohmann.<\/p>\n<p>COVID-19 und die weltweit eingeleiteten Schutzma\u00dfnahmen brachten den <strong>grenz\u00fcberschreitenden Urlaubstourismus \u201evor\u00fcbergehend fast vollst\u00e4ndig zum Erliegen<\/strong>\u201c. Dem entsprechend sah auch die bundesdeutsche Bilanz der G\u00e4ste\u00fcbernachtungen aus. Im Vergleich zu 2019 sanken die \u00dcbernachtungen (Jan.-Nov.) auf 295 Mio., was einem Gesamtminus von 36,4 % entspricht. Von den G\u00e4sten aus dem Ausland blieben 63 %, ca. 20 Mio., 2020 lieber gleich daheim. Auch die innerdeutschen Urlaubszahlen kommen, wenig \u00fcberraschend, mit einem dicken Minus daher. Nach den vorl\u00e4ufigen Zahlen der Reiseanalyse lautet dieses -40 % zum Vorjahr (2020: 43 Mio.). Auch die Zahl der Kurzurlauber (2-4-Tage-Reisen) ging um 60 % auf 37 Mio. zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dieser negative Trend traf dabei die gesamte Touristikwirtschaft \u2013 Hotels, Gastronomie, Reiseveranstalter und -b\u00fcros sowie die Transportunternehmen \u2013 wirtschaftlich schwer. Die Flugh\u00e4fen mussten z. B. ein Minus von 74 % an Passagieren hinnehmen, die Kreuzfahrten kommen bei den Buchungen auf -71 %. Der Umsatzr\u00fcckgang bei den Reiseveranstaltern liegt bei 67 %, der der Reiseb\u00fcros bei 78 %. <strong>Ohne die staatlichen Rettungs- und St\u00fctzungsma\u00dfnahmen<\/strong> st\u00e4nden ganze Branchen vor dem Aus. Soweit der dramatische R\u00fcckblick in der Reiseanalyse f\u00fcr 2020.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Optimistischer zeigte sich Martin Lohmann f\u00fcr das Urlaubsjahr 2021<\/strong>. Obwohl viele Deutsche eine Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage erwarten, bleibt die Reiselaune bzw. der Willen dazu erhalten. Denn die meisten Mitb\u00fcrger rechnen mit stabilen Verh\u00e4ltnissen im pers\u00f6nlichen Umfeld. Zwar bef\u00fcrchten 25 % eine negative Entwicklung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Aber 58 % gehen von keiner Verschlechterung, 17 % gar von einer Verbesserung aus.<\/p>\n<p><strong>Die insgesamt als stabil wahrgenommene individuelle wirtschaftliche Situation<\/strong> sei eine wichtige positive Vorbedingung f\u00fcr den Urlaubstourismus 2021. Immerhin 80 % der Deutschen h\u00e4tten sich auch schon gedanklich mit einer Reise in diesem Jahr besch\u00e4ftigt. Lust auf Urlaub best\u00e4tigten der Umfrage nach 51 % der Deutschen (Vorjahr 57 %). Die Faktoren verf\u00fcgbare Zeit und Geld f\u00fcr Reisen wurden dabei so g\u00fcnstig wie im letzten Jahr eingesch\u00e4tzt. \u00dcber 60 % der Befragten sah darin kein Mangel. \u201eInsgesamt dr\u00fccken diese Ergebnisse eine \u00fcberraschend positive Urlaubsstimmung aus\u201c, sagt Martin Lohmann, \u201edie nachfrageseitig gute Startbedingungen signalisiert\u201c.<\/p>\n<p><strong>Es schaut daher ganz so aus, als bleiben der Urlaub und das Verreisen f\u00fcr die meisten Bundesb\u00fcrger ein unverzichtbarer Bestandteil der pers\u00f6nlichen Lebensqualit\u00e4<\/strong>t.<\/p>\n<p>Zudem seien \u201ecorona-bedingte\u201c Kriterien erkennbar, die einen Neustart, sobald er wieder m\u00f6glich ist, befeuern k\u00f6nnten. Da sei die aufgestaute Reiselust nach Monaten der Beschr\u00e4nkungen, der Wunsch aus der negativen Corona-Welt endlich mal wieder herauszukommen und die Erwartung positiver Effekte einer Urlaubsreise in Hinblick auf Fitness und allgemeine Gesundheit der Reisenden \u2013 auch ein wichtiger Aspekt in Zeiten von COVID-19 und weitgehender Selbstisolierung.<\/p>\n<p>Einschr\u00e4nkendes Kriterium bliebe allein die andauernde Corona-Pandemie und die damit verbundenen aktuellen staatlichen Beschr\u00e4nkungen. Ansonsten ist oder w\u00e4re man hierzulande wieder gerne unterwegs und das genauso gerne wieder zu den klassischen Destinationen \u2013 hier haben sich die Pr\u00e4ferenzen der Befragten gegen\u00fcber dem Vorjahr kaum verschoben. Wobei 2021 Flug- und Fernreisen allerdings noch nicht wieder im Fokus stehen werden.<\/p>\n<p>Die wiedererlangten Freiheiten nach Corona w\u00fcrden bald zu einer <strong>R\u00fcckkehr zu bisherigen Reisemustern<\/strong> f\u00fchren, so ein Analysefazit, allerdings \u201efr\u00fchestens in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2021 und auch nicht in allen Segmenten.\u201c Insgesamt sei f\u00fcr 2021 im Vergleich mit 2019 immer noch mit einer D\u00e4mpfung der touristischen Nachfrage zu rechnen.<\/p>\n<p>Zurzeit f\u00fchre die aktuelle Corona-Situation mit ihren Unsicherheiten jedoch noch zum <strong>Abwarten in Sachen konkrete Planungen oder gar Buchungen<\/strong>. Auf die Frage, wie sich die Corona-Krise auf die eigenen Reiseplanungen in den kommenden zw\u00f6lf Monaten auswirkt, antworteten 46 %, dass sie abwarten, wie sich die Situation entwickelt und dann die eigene Reise kurzfristig buchen werden. Interessanterweise spielt die Einf\u00fchrung von Impfstoffen bei den Reiseabsichten nur eine untergeordnete Rolle: Nur 13 % der Deutschen wollen mit ihrem Urlaub warten, bis Impfstoffe in der Fl\u00e4che angekommen sind. Allerdings sind die Anspr\u00fcche der Kunden gegen\u00fcber den Reiseanbietern gewachsen: Sie erwarten mehr Flexibilit\u00e4t, gro\u00dfz\u00fcgige Stornobedingungen, Geld-zur\u00fcck-Garantie und angemessene Hygienebedingungen auf der Reise. \u201eGleichzeitig darf der Urlaubsspa\u00df unter diesen Rahmenbedingungen aber nicht leiden, ein echter Balanceakt f\u00fcr manchen Anbieter\u201c, konstatiert Martin Lohmann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Dirk Sanne<\/p>\n<p>Bildquelle: pixabay\/DarkmoonArt_de<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-15528-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-15528-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-15528\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/1111-512x386.jpg\" width=\"512\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/1111-512x386.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/1111-200x151.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/1111-768x579.jpg 768w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/1111-1536x1159.jpg 1536w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/1111-2048x1545.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" title=\"1111\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz Corona, trotz eines verhagelten Urlaubsjahrs 2020 und trotz weiterer Einschr\u00e4nkungen im Rahmen der Pandemiebek\u00e4mpfung bleibt der Ausblick auf das Tourismusjahr 2021 verhalten optimistisch. 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