{"id":17027,"date":"2021-06-18T06:11:06","date_gmt":"2021-06-18T04:11:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=17027"},"modified":"2022-07-19T12:57:56","modified_gmt":"2022-07-19T10:57:56","slug":"e-crafter-lord-fuer-die-kleinen-aufgaben-im-oepnv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/e-crafter-lord-fuer-die-kleinen-aufgaben-im-oepnv\/","title":{"rendered":"e-Crafter Lord: F\u00fcr die kleinen Aufgaben im \u00d6PNV"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-17027\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-17027-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-17027-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-17027-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Immer mehr Bushersteller, Umbauer und Handelsgesellschaften erg\u00e4nzen ihr Portfolio um elektrisch angetriebene Minibusse. Jetzt hat auch <strong>OV Steinborn einen E-Bus auf Crafter-Basis<\/strong> als Frontniederflurvariante im Sortiment.<\/p>\n<p>Dass die Elektrifizierung bei Kleinbussen an Fahrt aufnehmen wird, war nur eine Frage der Zeit. Wenn die kommunalen Flottenbetreiber ihre Fahrzeuge beginnen, durch E-Busse zu ersetzen, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis St\u00e4dte und Gemeinden auch bei den Kleinbussen alternative Antriebe, vor allem eben mit Elektromotor begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrden. Auch wenn die E-Kleinfahrzeuge der aktuellen Generation in puncto Reichweite gegen\u00fcber Dieselfahrzeugen bei weitem (noch) nicht mithalten k\u00f6nnen \u2013 genauso wenig wie die gro\u00dfen E-Busse gegen\u00fcber ihren Pendants.<\/p>\n<p>Den allerersten Anfang machten hierzulande Mercedes-Benz und Volkswagen, die zuerst ihre Transporter \u2013 Sprinter und Crafter (bzw. MAN TGE) \u2013 elektrifizierten. Im Anschluss folgten die 9-Sitzer, sprich die Kombis, die sich in Sachen E-Antrieb nicht von ihren Nfz-Br\u00fcdern unterscheiden.<\/p>\n<p><strong>Nische f\u00fcr E-Kleinbusse im \u00d6PNV<\/strong><\/p>\n<p>Ihnen folgten und folgen noch die Auf- und Umbauer. Sie erkennen im \u00d6PNV eine potenzielle Nische f\u00fcr E-Kleinbusse und beginnen, sie mit eigenen Modellen zu besetzen. Zwar greifen die Um- und Ausbauer dabei auf die Serienfahrzeuge der Industrie zur\u00fcck. Aber sie verwandeln in eigener Regie die E-Transporter in echte (Klein)Busse, die als B\u00fcrger- oder als Linienbus in den Einsatz gehen k\u00f6nnen. So erweiterte <strong>VDL Bus &amp; Coach<\/strong> z. B. seine Mini- und Midibus-Produktpalette Coach bestehend aus MidCity und MidEuro um den MidEuro Electric. Basisfahrzeug ist hier der VW Crafter. <strong>K-Bus<\/strong> wiederum greift bei seinen elektrischen B\u00fcrger- und Citybussen auf den Nissan e-NV 200 zur\u00fcck. Von diesem nutzt man eigentlich nur das Antriebskonzept sowie das Cockpit und flanscht dann in Eigenregie ein durchgehendes Niederflurheck an.<\/p>\n<p>Auch in Erbach bei Ulm verf\u00fcgt die Firma <strong>OV Steinborn GmbH<\/strong> nun \u00fcber einen Elektrobus. Hierbei setzt man zurzeit auf den eSprinter oder alternativ auf den e-Crafter von VW bzw. den baugleichen MAN eTGE. Antrieb, Cockpit und die wesentlichen Fahrzeugma\u00dfe (L\u00e4nge, Radstand) blieben beim in der T\u00fcrkei bestellten Umbau original; der Fahrgastraum erfuhr jedoch eine v\u00f6llige \u00dcberarbeitung.<\/p>\n<p>Einen dieser e-Crafter aus dem Hause Steinborn, der hier momentan seinen Dienst als Vorf\u00fchrer tut, haben wir uns k\u00fcrzlich vor Ort einmal n\u00e4her angeschaut. Dabei handelt es sich um eine <strong>3,5-Tonner mit acht Sitzpl\u00e4tzen<\/strong> und einem Niederflursegment im vorderen Fahrgastraum, gedacht als B\u00fcrgerbus. Es gibt ihn aber auch als e-Crafter mit 4,2 t zul. GG und maximal 16 Fahrg\u00e4sten (8 Sitz-, 8 Stehpl\u00e4tze) \u2013 dann zugelassenen als Kleinbus im \u00d6PNV-Einsatz. Verbl\u00fcffend ger\u00e4umig wirkt der Crafter mit einem breiten Zustieg und einer \u00fcberraschenden Stehh\u00f6he, so der erste Eindruck vom Umbau.<\/p>\n<p><strong>2.120 mm Stehh\u00f6he<\/strong><\/p>\n<p>Die Innenraum- und T\u00fcrma\u00dfe des Kleinen k\u00f6nnen sich durchaus sehen lassen. Die zweifl\u00fcglige, elektrische Au\u00dfenschwingt\u00fcr an der rechten Fahrzeugflanke kommt auf eine H\u00f6he von 2.000 mm. Die Einstiegsbreite liegt bei 970 mm und die Einstiegsh\u00f6he bei 270 mm. Direkt hinter der Doppelt\u00fcr erstreckt sich auf 1.300 mm Breite ein Niederflurbereich, der zur T\u00fcr sogar leicht geneigt ist. 2.120 mm lautet hier die Stehh\u00f6he. Eine Rampe erleichtert den Zustieg f\u00fcr Kinderwagen und Co. Ein mittransportierter Rollstuhl o. \u00e4. kann \u00fcber in den Boden eingelassene Aluschienen fixiert werden. Eine R\u00fcckenlehne und dazugeh\u00f6riger Sicherheitsgurt sind entgegen der Fahrtrichtung hinter dem Fahrerplatz montiert.<\/p>\n<p>Direkt links am Anschluss an diese Plattform sind zwei gepolsterte Klappsitze auf einem dann zum Heck durchgehenden Podest montiert, deren Sitzfl\u00e4chen aber in den Niederflurteil hineinreichen. Zwischen ihnen geht es \u00fcber zwei Stufen (160\/ 130 mm) zu den restlichen sechs vollwertigen und gepolsterten Sitzen (alle M1-Sitze mit Dreipunktgurt). Selbst hier auf dem Podest betr\u00e4gt die Stehh\u00f6he noch 1 840 mm. Die Fahrerkabine ist vom Fahrgastraum wiederum durch eine, gro\u00dffl\u00e4chige, weitgehend durchgehende Scheibe aus Sicherheitsglas getrennt \u2013 eine <strong>Schutzma\u00dfnahme in Zeiten von COVID-19<\/strong> und Mutanten. Der Beifahrersitz wurde bei diesem Modell ausgebaut. Hier sitzt ein ger\u00e4umiger Staukasten, um den sich die Schutzscheibe schwingt und der zugleich als Unterbau f\u00fcr einen Zahltisch genutzt werden k\u00f6nnte. Seine Klappe l\u00e4sst sich direkt hinter der Doppelt\u00fcr vom Fahrgastraum aus \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Einziger Nachteil der gro\u00dfen Schutzscheibe: Sie sitzt im Innenraum vor den Haltestangen hinter dem Fahrerarbeitsplatz und ist an diesen ordentlich verschraubt. Dadurch sind die Stangen ihrer Funktion im Wesentlichen beraubt und lassen sich von den stehend mitfahrenden Fahrg\u00e4sten im \u00d6PNV-Einsatz nicht mehr benutzen. Der Fahrgastraum wird von zwei Leuchtstreifen am Fahrzeughimmel ausgeleuchtet. Auch die Luftaustrittsd\u00fcsen f\u00fcr die Klimatisierung sind in die Fahrzeugdecke eingearbeitet. Haltewunschtasten sitzen, wie es sich f\u00fcr einen Stadtbus geh\u00f6rt, im Niederflurbereich an der Seitenwand. Ihr Signal sieht der Fahrer in einem Display.<\/p>\n<p>Ob die Tasten wirklich notwendig sind, darf man hinterfragen. Schlie\u00dflich ist der e-Crafter klein genug, um sich akustisch zu verst\u00e4ndigen. Auch wenn die Sicherheitsscheibe die Kommunikation etwas einschr\u00e4nken mag. Am Heck besitzt der Crafter noch seine serienm\u00e4\u00dfigen Fl\u00fcgelt\u00fcren. Aber einen Gep\u00e4ckraum gibt\u2019s hier de facto nicht mehr. Der verf\u00fcgbare Raum wurde komplett f\u00fcr die Bestuhlung genutzt. F\u00fcr einen Bus im \u00d6PNV (oder als B\u00fcrgerbus) ist das so auch v\u00f6llig in Ordnung. Schlie\u00dflich sind die Fahrg\u00e4ste nur eine kurze Zeit an Bord, bevor sie an der n\u00e4chsten oder \u00fcbern\u00e4chsten Haltestelle wieder aussteigen.<\/p>\n<p><strong>Das Cockpit entspricht dem des Serien-e-Crafters<\/strong> von Volkswagen und ist auf dem Stand der Zeit. Der E-Motor stellt 100 kW\/136 PS zur Verf\u00fcgung. Das Drehmoment liegt bei 290 Nm. Bei 90 km\/h riegelt der Bus ab. Seine Leistung kommt aus Lithium-Ionen-Batterie (35,8 kW, 344 kg), die teils durch Rekuperation w\u00e4hrend der Fahrt wieder aufgeladen werden. Der Strom kommt ansonsten aus der Steckdose (Combined Charging System f\u00fcr Gleich- und Wechselstrom). Die Ladezeiten gibt Steinborn mit maximal 60 Min. an einer 50-kW-Schnellladestation an (bis zur 80 % Aufladung), bei einer 11-kW-Wallbox mit 5 Std. und an der Haushaltssteckdose mit 12 Std.<\/p>\n<p><strong>Die Reichweite liegt<\/strong> bei dieser Batteriegeneration beim e-Crafter von Steinborn <strong>bei etwas mehr als 100 km<\/strong>. Sechs bis acht Wochen dauert der reine Umbau, der in Bursa im Nordwesten der T\u00fcrkei stattfindet. Partner von Steinborn ist hier Esref Karoser. Ihm liefert Steinborn die e-Crafter als Transporter per Tieflader zu, bevor die t\u00fcrkischen Fachleute den Kastenwagen in einen Kleinbus verwandeln. Preislich setzten die umgebauten e-Crafter bei Steinborn \u00fcbrigens bei 82.000 Euro (netto) an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text und Bildquelle: Dirk Sanne<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-17027-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-17027-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-17027\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1590406-512x384.jpg\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1590406-512x384.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1590406-200x150.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1590406-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1590406-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1590406-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" title=\"P1590406\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Bushersteller, Umbauer und Handelsgesellschaften erg\u00e4nzen ihr Portfolio um elektrisch angetriebene Minibusse. 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