{"id":17192,"date":"2021-07-01T15:37:02","date_gmt":"2021-07-01T13:37:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=17192"},"modified":"2021-07-01T15:37:07","modified_gmt":"2021-07-01T13:37:07","slug":"recht-auf-homeoffice-ist-vorbei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/recht-auf-homeoffice-ist-vorbei\/","title":{"rendered":"Recht auf Homeoffice ist vorbei"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-17192\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-17192-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-17192-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-17192-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Zu Beginn der dritten Welle f\u00fchrte der Bundesgesetzgeber Homeoffice-Pflicht f\u00fcr Unternehmen ein. Unternehmen mussten B\u00fcrobesch\u00e4ftigte, deren Anwesenheit im Betrieb nicht aus betrieblichen Gr\u00fcnden zwingend war, von zuhause aus arbeiten lassen. Einher damit ging auch eine Verpflichtung f\u00fcr Besch\u00e4ftigte, dieser Aufforderung nachzukommen. Diese infektionsschutzrechtliche Sonderregelung lief zum 30. Juni 2021 aus. Was gilt f\u00fcr Besch\u00e4ftigte und Unternehmen mit dem 1. Juli 2021?<\/p>\n<p>Die rechtliche Lage f\u00fcr Unternehmen und Besch\u00e4ftigte stellt der Hamburger Fachanwalt f\u00fcr Arbeitsrecht Prof. Dr. Michael Fuhlrott dar. Recht auf und Pflicht zum Homeoffice waren seit 23. April 2021 in \u00a7 28 b Abs. 7 Infektionsschutzgesetz (IFSG) geregelt. Danach galt seitdem: \u201eDer Arbeitgeber hat den Besch\u00e4ftigten im Fall von B\u00fcroarbeit oder vergleichbaren T\u00e4tigkeiten anzubieten, diese T\u00e4tigkeiten in deren Wohnung auszuf\u00fchren, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gr\u00fcnde entgegenstehen. Die Besch\u00e4ftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gr\u00fcnde entgegenstehen.\u201c<\/p>\n<p>Diese gesetzliche Vorschrift ersetzte eine zuvor geltende \u00e4hnliche Regelung in der Corona-Arbeitsschutzverordnung, die Arbeitgeber seit dem 27. Januar 2021 verpflichtete, ihre B\u00fcrobesch\u00e4ftigten auch tats\u00e4chlich von zuhause aus arbeiten zu lassen.<\/p>\n<p>\u201eDieses von vornherein befristete Recht auf Homeoffice endete nunmehr mit Ablauf des Juni 2021\u201c, so Arbeitsrechtler Prof. Michael Fuhlrott. \u201eDa es keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice gibt, m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte mit dem 1. Juli 2021 wieder ihre T\u00e4tigkeit vor Ort im Betrieb aufnehmen, wenn der Arbeitgeber es m\u00f6chte\u201c, so Fuhlrott. \u201eWidersetzt sich ein Arbeitnehmer einer solchen Aufforderung, weil er sich an seine T\u00e4tigkeit von zuhause aus gew\u00f6hnt hat, muss er mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen bis hin zu Abmahnung und K\u00fcndigung rechnen\u201c, so der Arbeitsrechtler.<\/p>\n<p>Nur ausnahmsweise d\u00fcrfe ein Arbeitnehmer weiterhin auf eine T\u00e4tigkeit von zuhause aus bestehen. Dies sei etwa dann der Fall, wenn es eine betriebliche Regelung gibt, die den Besch\u00e4ftigten eine T\u00e4tigkeit im Homeoffice zugesteht. \u201eDerartige betriebliche Regelungen gibt es in gr\u00f6\u00dferen Betrieben zunehmend\u201c, so der Arbeitsrechtler. \u201eSicherlich wird die Corona-Pandemie auch insoweit im Arbeitsrecht und der betrieblichen Realit\u00e4t Spuren hinterlassen\u201c, meint der Arbeitsrechtler, zumal viele Unternehmen bemerkt h\u00e4tten, dass eine T\u00e4tigkeit aus dem Homeoffice jedenfalls f\u00fcr bestimmte T\u00e4tigkeiten oder in einem abgrenzbaren Umfang die Produktivit\u00e4t sogar steigern kann und von den Besch\u00e4ftigten gew\u00fcnscht wird.<\/p>\n<p>Gleichwohl: \u201eEin gesetzlicher Anspruch besteht darauf aber nicht\u201c, warnt der Arbeitsrechtler mit Blick auf die Konsequenzen bei Weigerung der Arbeitsaufnahme vor Ort.<\/p>\n<p>Ein Recht auf eine T\u00e4tigkeit zur Arbeit im Homeoffice wird sich auch nicht daraus ergeben, dass der Arbeitnehmer die letzten Monate von zuhause aus t\u00e4tig war, meint Fuhlrott. \u201eDer Arbeitgeber hat durch die Gew\u00e4hrung einer T\u00e4tigkeit aus der eigenen Wohnung heraus in den letzten Monaten letztlich nur ein infektionsschutzrechtliches Gebot des Gesetzgebers befolgt\u201c, so Fuhlrott.<\/p>\n<p>Tritt nunmehr die gesetzliche Anordnung zum Homeoffice au\u00dfer Kraft, tritt der vormalige Zustand wieder ein, der in den meisten F\u00e4llen ein T\u00e4tigwerden aus der betrieblichen Arbeitsst\u00e4tte heraus sein wird. Auf eine sog. betriebliche \u00dcbung werde sich ein Arbeitnehmer ebenfalls nicht berufen k\u00f6nnen, meint der Arbeitsrechtler. \u201eVoraussetzung einer betrieblichen \u00dcbung ist die Gew\u00e4hrung einer Leistung durch den Arbeitgeber. Hieran fehlt es aber, wenn dieser nur ein gesetzliches Gebot befolgt\u201c, so der Fachanwalt.<\/p>\n<p>Vorsicht k\u00f6nne allerdings geboten sein, wenn Unternehmen ihre Besch\u00e4ftigten \u00fcber den Juni hinaus von zuhause aus arbeiten lassen. \u201eIn einem solchen Fall erfolgt die Besch\u00e4ftigung im Homeoffice nicht mehr aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Ein Arbeitgeber, der die Besch\u00e4ftigten weiterhin aus dem Homeoffice heraus arbeiten l\u00e4sst, sollte diesen gegen\u00fcber vorsichtshalber klarstellen, dass damit kein dauerhafter Anspruch auf eine T\u00e4tigkeit von zuhause aus begr\u00fcndet wird. \u201eAndernfalls k\u00f6nnte ein Arbeitnehmer wom\u00f6glich geltend machen, dass der Arbeitsvertrag zwischen den Arbeitsvertragsparteien stillschweigend ge\u00e4ndert wurde und dem Arbeitnehmer nunmehr ein dauerhaftes Recht auf Homeoffice zusteht\u201c, so Fuhlrott.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: VDAA<\/p>\n<p>Bildquelle: pixabay\/Anrita<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-17192-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-17192-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-17192\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/home-office-4980353-512x341.jpg\" width=\"512\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/home-office-4980353-512x341.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/home-office-4980353-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/home-office-4980353-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/home-office-4980353-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/home-office-4980353-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/home-office-4980353-272x182.jpg 272w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" title=\"home-office-4980353\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn der dritten Welle f\u00fchrte der Bundesgesetzgeber Homeoffice-Pflicht f\u00fcr Unternehmen ein. 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