{"id":18263,"date":"2021-10-15T06:31:04","date_gmt":"2021-10-15T04:31:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=18263"},"modified":"2022-07-19T12:57:56","modified_gmt":"2022-07-19T10:57:56","slug":"man-lions-city-le-in-zwei-welten-zuhause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/man-lions-city-le-in-zwei-welten-zuhause\/","title":{"rendered":"MAN Lion\u2019s City LE: In zwei Welten zuhause"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-18263\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-18263-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-18263-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-18263-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p><strong>Der neue MAN Lion\u2019s Intercity LE<\/strong> ist eine Mixtur aus Bew\u00e4hrtem. Auf Experimente haben sich die verantwortlichen Ingenieure nur wenig eingelassen. In ihm steckt im Kern das Heck des Hochbodenwagens Lion\u2019s Intercity und der Niederflurvorderwagen des Lion\u2019s City.<\/p>\n<p><strong>Auch sonst griffen<\/strong> die Baumeister in die bereits vorhandene Bastelkiste des M\u00fcnchner Nutzfahrzeugkonzerns und achteten sehr auf die Kosten. So konnte man z. B. auf die preiswerten Hypoidachsen, der neuesten Bauart im Konzern, zur\u00fcckgreifen. Somit kann man dieses Fahrzeug in Modulbauweise preislich deutlich unter den Low-Floor-Bussen ansiedeln, die von einem reinen Niederflurstadtbus abstammen, sagt MAN, ohne dass man bei der Pressevorstellung in Sachen Geld exakter wurde. Gerade im umk\u00e4mpften Segment der Intercity-Busse sei einfach der Preis ein wesentlicher Faktor f\u00fcr die Kaufentscheidung der Kunden. Hinter den Kulissen munkelt man \u00fcbrigens von 180.000 Euro als Diskussionsgrundlage.<\/p>\n<p><strong>Optisch allerdings<\/strong> (und auch in Sachen Qualit\u00e4t), das betonte man bei der Vorstellung der Fachpresse ausdr\u00fccklich, sei der Neue im Stall von MAN auf keinen Fall ein Billigheimer. \u201eDie Designer haben es geschafft, das in 2017 mit dem Reisebus MAN Lion\u2019s Coach erstmals etablierte Smart EdgeDesign behutsam, nachhaltig und mit hohem Wiedererkennungswert weiterzuentwickeln\u201c (MAN).<\/p>\n<p><strong>Grunds\u00e4tzlich unterscheidet MAN<\/strong> den Intercity LE in zwei Varianten, die zwei unterschiedlichen Einsatzprofilen entgegenkommen: dem st\u00e4rkeren Einsatz im Stadtverkehr oder dem Schwerpunkt auf dem \u00dcberlandverkehr. Die stadt - orientierte Variante des Lion\u2019s Intercity LE (32C\/33C\/34C) verf\u00fcgt \u00fcber eine podestfreie Bodenlandschaft im Niederflurbereich und ist immer mit einer 275\/70 R22.5 Bereifung ausger\u00fcstet (Einstiegsh\u00f6he 320 mm). Die \u00fcberlandorientierte Version bietet dieses Format nur auf ausdr\u00fccklichen Kundenwunsch. Ab Werk sind Reifen der Gr\u00f6\u00dfe 295\/80 R 22,5 montiert (Einstiegsh\u00f6he 380 mm). Sie verf\u00fcgt zudem immer \u00fcber Podeste im vor - deren Bereich (H\u00f6he vorne 1425 mm, hinten 1875 mm) und bietet so mindestens zehn Sitze mehr als der stadtlastige Intercity.<\/p>\n<p><strong>Das \u00dcberlandmodell kann<\/strong> damit max. 102 Fahrg\u00e4ste aufnehmen, der Kollege f\u00fcr die City bis zu 107. F\u00fcr die in der Fertigung zuk\u00fcnftig nachfolgenden Dreiachser lauten die Zahlen 115 und 121 Passagiere.<\/p>\n<p><strong>Aus dem Rennen nimmt<\/strong> der Hersteller mit der neuen Baureihe gleich drei klassische Modellreihen. So ist die Zeit f\u00fcr die vom Niederflurstadtbus Lion\u2019s City abgeleitete LE-Baureihe abgelaufen. Ebenso geht der ebenfalls auf dem Stadtbus basierende Lion\u2019s City \u00dc (A 20) aus dem Felde. Beide Fahrzeuge werden Ende 2021 aus dem Regal genommen. Ende 2022 ist dann auch f\u00fcr den Lion\u2019s City LE\/\u00dc (A 78) Schluss.<\/p>\n<p><strong>Sie werden durch zwei<\/strong> \u00fcberlandorientierte Intercity LE 12 (42 C) mit 12,44 m Fahrzeugl\u00e4nge und Intercity LE 13 (43 C) mit 13,14 m L\u00e4nge ersetzt. Sie sollen Anfang 2022 auf dem Markt erscheinen. Ihnen folgen die beiden Intercity LE (32 C und 33 C), die \u00fcber die gleichen Ma\u00dfe verf\u00fcgen. Sie sind jedoch mehr auf den Stadtverkehr ausgerichtet und verlassen die Werke ein Jahr darauf. 2023 kommt dann noch ein Efficient-Hybrid-Modell mit Start-Stopp- und Boost-Funktion (elektrische Anfahrunterst\u00fctzung) hinzu. Ihm folgen zwei Dreiachser mit jeweils 14,46 m L\u00e4nge (LE 14, 34 C und 44 C) im Jahr 2024. Sie bekommen eine komplett neue Elektronikplattform spendiert und sind dann auch mit dem Efficient-Hybrid-System zu haben.<\/p>\n<p><strong>Wirft man einen Blick<\/strong> unter die Haube bzw. hinter die Heckklappe, so kommt ein bekannter Antrieb zum Vorschein. MAN setzt auf den D1556 LOH (D 15), der auch die neuen Stadtbusse voranbewegt. Den 9-l-Sechszylinder gibt es in den Leistungsstufen 280 PS (206 kW), 330 PS (243 kW) und 360 PS (265 kW) bei 1.200 bis 1.600 Newtonmeter an maximalem Drehmoment. Der Motor ist in all seinen Leistungsstufen sowohl f\u00fcr Biodiesel als auch f\u00fcr hydrierte Pflanzen\u00f6le und synthetische Kraftstoffe (XtL) ohne weitere Anpassungen geeignet. Klassischer Diesel als Energietr\u00e4ger geht aber auch.<\/p>\n<p><strong>2023 soll dann das<\/strong> MAN-Efficient-Hybrid-System dem Dieselmotor D 15 auf die Spr\u00fcnge helfen. Dahinter versteckt sich ein Kurbelwellen-Starter-Generator mit 12 kW Leistung. Eine E-Maschine, die w\u00e4hrend des Bremsens mechanische in elektrische Energie umwandelt und in einer Batterie mit 40 Wh zwischenparkt. Diese steht zum einen der Bordnetzversorgung zur Verf\u00fcgung, was die Versorgung unabh\u00e4ngig vom Antrieb sicherstellt, wichtig z. B. f\u00fcr die Start-Stopp-Funktion.<\/p>\n<p><strong>Zum anderen kann<\/strong> der MAN D15 Motor innerhalb weniger Augenblicke wieder gestartet und bei der anschlie\u00dfenden Beschleunigung mit der Boost-Funktion mit maximal 220 Newtonmeter unterst\u00fctzt werden, was wiederum den Motor in der Anfahrphase entlastet. Damit die ganze Kraft des Dieselmotors bei den Antriebsr\u00e4dern ankommt, sind entweder das Automatik-Wandlergetriebe Voith DIWA.6 (Viergang) das ZF Ecolife 2 (Sechsgang) verantwortlich. Manuell geschaltet wird in dieser Fahrzeugnische zum ersten Mal bei MAN nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>Soweit zum Antrieb<\/strong>. Wer ein Zwitterwesen f\u00fcr \u00dcberland und Stadt sowie irgendwo dazwischen anbietet, der muss sich auch beim Innenausbau als recht kreativ erweisen. MAN glaubt diese Aufgabe mit seinem Intercity LE durchaus meistern zu k\u00f6nnen. Die M\u00fcnchner betonen die Variantenvielfalt bei der Gestaltung des Interieurs. So k\u00f6nnen bei allen Lion\u2019s Intercity LE Haltestangen an den Decken oder alternativ Gep\u00e4ckablagen (offen\/geschlossen) teils auch mit Servicesets f\u00fcr Licht, Luft usw. montiert werden. Dabei sei man sehr flexibel was die Fahrzeugseiten und den Hinter- bzw. Vorderwagen betrifft. Das Gest\u00fchl, das werkseitig verbaut wird, nennt sich \u201eMAN Intercity Basic\u201c. Je nach Bedarf bzw. Klassifizierung sind Zwei- bzw. Drei-Punkt-Gurte verf\u00fcgbar. F\u00fcr die Variante, die eher im Stadtverkehr unterwegs ist, gibt\u2019s drei City-Sitze mit verschiedenen Sitzoberfl\u00e4chen und -polsterungen. Die Option \u201eMAN City Comfort\u201c ist auch mit Beckengurt erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p><strong>Der Fahrerarbeitsplatz,<\/strong> auf den wir nun den Blick lenken, entspricht durchaus den modernen Vorgaben. Die allerdings in den Presseunterlagen zu findende Aussage, er w\u00fcrde sich \u201emit der elegant geschwungenen Kabinent\u00fcr perfekt in das Designkonzept einf\u00fcgt. Der Empfang f\u00fcr den Passagier \u00e4hnelt nun dem eines Hotels\u201c, \u2026 nun ja, da ging der Stift mit dem PR-Dichter durch, wie das Pferd mit dem Reiter.<\/p>\n<p><strong>Der Sitzplatz befindet<\/strong> sich gegen\u00fcber einem Niederflurwagen um 120 mm h\u00f6her, was den Fahrer wieder auf Augenh\u00f6he mit dem einsteigenden Fahrgast bringt. Gegen\u00fcber dem Lion\u2019s Intercity l\u00e4sst sich im LE der Sitz zudem um 50 mm weiter verstellen. Bei den um die Kabine angebrachten Farben ist es wie im gesamten Innenraum: Dunkle Farben unten, dort wo am ehesten Verschmutzungen drohen und helle Farben oben, wo dies eben nicht so schnell geschehen kann. Zur Wahl stehen zwei Cockpitarten rund ums Lenkrad: die klassische Version aus dem Lion\u2019s Intercity sowie der voll VDV-konforme MAN-eigene Fahrerplatz aus der neuen Lion\u2019s City-Generation. Bei der VDV-Variante optimierte man zudem die Bedienelemente und teilte sie in drei Zonen nach H\u00e4ufigkeit der Nutzung auf. Als Option steht noch ein Zusatzinstrumententr\u00e4ger rechts f\u00fcr die Aufnahme zus\u00e4tzlicher DIN-Ger\u00e4te oder \u00dcberwachungsmonitore zur Auswahl. Ein hochaufl\u00f6sendes Vier-Zoll-Farbdisplay, das sich optisch an dem Display in den MAN-Reisebussen orientiert, liefert alle notwendigen Fahrinformationen und sei besser ablesbar als die bisher verwendeten Versionen. Bliebe noch die Frage zu kl\u00e4ren, wie sich die neue Fahrzeuggeneration auf der Stra\u00dfe bewehrt. Bei der Premiere bestand nur die M\u00f6glichkeit mal kurz um den Block zu fahren, was kein faires Urteil erlaubt. Erfahrungsgem\u00e4\u00df stehen im kommenden Fr\u00fchjahr Fahrzeuge f\u00fcr ernstzunehmende Tests seitens MAN zur Verf\u00fcgung \u2013 wir werden berichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Dirk Sanne<\/p>\n<p>Bildquelle: Dirk Sanne<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-18263-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-18263-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-18263\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/P1610133-512x384.jpg\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/P1610133-512x384.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/P1610133-200x150.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/P1610133-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/P1610133-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/P1610133-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" title=\"P1610133\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der neue MAN Lion\u2019s Intercity LE ist eine Mixtur aus Bew\u00e4hrtem. 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