{"id":6316,"date":"2018-08-10T06:48:26","date_gmt":"2018-08-10T04:48:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=6316"},"modified":"2018-08-17T09:11:43","modified_gmt":"2018-08-17T07:11:43","slug":"umweltproblem-reifenabrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/umweltproblem-reifenabrieb\/","title":{"rendered":"Umweltproblem Reifenabrieb"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-6316\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-6316-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6316-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6316-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Das Thema <strong>Saubere Luft<\/strong> in Deutschlands St\u00e4dten steht derzeit auf den Priorit\u00e4tenliste der Politik ziemlich weit oben. Die Deutsche Umwelthilfe hat eine ganze Reihe von St\u00e4dten m<strong>it Klagen \u00fcberzogen<\/strong>, so dass bereits erste Fahrverbote ausgesprochen wurden und auch aus Br\u00fcssel mahnt die EU-Kommission Verbesserungen an. Als Verursacher der Emissionen aus dem Verkehrsbereich wurde vor allem der Diesel ausgemacht. Aber sind Verbrennungsmotoren tats\u00e4chlich die alleinigen Schuldigen oder gibt es auch andere Quellen?<\/p>\n<p>Im Freistaat hat das Bayerisches Landesamt f\u00fcr Umwelt (LfU) bereits 2009 versucht, die <strong>Verursacher von Feinstaub-PM10-Emissionen<\/strong> (\u201ePM10\u201c steht f\u00fcr Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von 10 Mikrometer oder kleiner) in Bayern zu ermitteln. <strong>Demnach entfallen auf den Verkehr 57 %,<\/strong> Kleinfeuerungen steuern 16 % bei, auf Industrieanlagen entfallen 12 %, ebenso viel wie auf die landwirtschaftliche Viehhaltung, der Umschlag staubender G\u00fcter schl\u00e4gt mit 2 % zu Buche und die Ackerlandbewirtschaftung mit 1 %. Beim Verkehr entf\u00e4llt rund ein Viertel auf direkte Auspuffemissionen des Stra\u00dfenverkehrs, ein F\u00fcnftel (19 %) kommt vom Stra\u00dfenverkehr resultierender Aufwirbelungen, daneben tragen dieselbetriebene Offroad-Fahrzeuge sowie Schienen-, Flug- und Schiffsverkehr \u2013 und der Reifenabrieb dazu bei.<\/p>\n<p>Das <strong>Problem Reifenabrieb<\/strong> r\u00fcckt dabei zunehmend in den Fokus von Umweltpolitikern. Wie gro\u00df das durch den Reifenabrieb allerdings ist, kann niemand so genau sagen. \u201eObwohl die Thematik bereits l\u00e4nger bekannt ist, gibt es bisher keine umfassende Studie zu Mengen und Verbreitungswegen von Reifenabrieb in Deutschland\u201c, sagt beispielsweise Ilka Gehrke von Fraunhofer Umsicht.<\/p>\n<p>Eine Ann\u00e4herung, um welche Volumen es hier geht, erreicht man, wenn man sich vergegenw\u00e4rtigt, dass ein g\u00e4ngiger Pkw-Reifen am Nutzungsende 1 bis 1,5 kg weniger wiegt als zu Beginn. Berechnungen zufolge, sollen bei rund 46 Mio. zugelassenen Pkws in Deutschland zwischen <strong>46.000 und 69.000 t Reifenabrieb<\/strong> zusammenkommen. Das ist aber nur die Menge, die von Pkws stammt \u2013 Lkw, Busse, auch Baufahrzeuge, aber auch Motor- und Fahrr\u00e4der sind dabei nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p><strong>Ein neues Forschungsprojekt<\/strong> mit dem Namen \u201eReifenabrieb in der Umwelt\u201c soll herausfinden, welche Gr\u00f6\u00dfenordnung der Reifenabrieb hat und welche Folgen f\u00fcr die Umwelt sich daraus ergeben. Das Projekt ist Teil der Forschungsma\u00dfnahme \u201ePlastik in der Umwelt\u201c des Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) und auf mehrere Jahre angelegt. Das BMBF f\u00f6rdert mit seiner Ma\u00dfnahme eine ganze Reihe mehrj\u00e4hriger Forschungs- und Entwicklungsprojekte und ein wissenschaftliches Begleitvorhaben. Mehr als 100 Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis sind daran beteiligt.<\/p>\n<p>Im Fokus steht dabei das <strong>Problem Mikroplastik<\/strong>, winzige Partikel, die kaum sichtbar sind und \u00fcber das Wasser in die Nahrungskette gelangen. Zu den Quellen f\u00fcr Mikropartikel soll auch der Abrieb von Fahrzeugreifen geh\u00f6ren. Das Forschungsprojekt \u201eReifenabrieb in der Umwelt\u201c setzt hier an, untersucht werden soll der Weg der Reifenpartikel in die Umwelt sowie deren Lebenszyklus. Hierbei ist die Herausforderung, den Anteil an Reifenabrieb aus einer Umweltprobe sowohl qualitativ als auch quantitativ zu bestimmen. Verbundpartner bei diesem Projekt sind die Technische Universit\u00e4t Berlin, Continental Reifen Deutschland, GKD-Gebr. Kufferath, die Ingenieursgesellschaft Prof. Dr. Sieker und die Wessling GmbH. Assoziierte Partner sind der ADAC, die Berliner Stadtreinigung, die Berliner Wasserbetriebe, Volkswagen und die ORI Abwassertechnik GmbH. <strong>Das Projekt l\u00e4uft bis Juli 2020.<\/strong><\/p>\n<p>Am Mikroplastik habe der Reifenabrieb \u201eden gr\u00f6\u00dften Anteil\u201c, sagt Matthias Barjenbruch vom Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der TU Berlin dem \u201eWestdeutschen Rundfunk (WDR)\u201c. Laut Barjenbruch werden sogar j\u00e4hrlich <strong>120.000 t Reifenabrieb<\/strong> in Deutschland in Umlauf gebracht. Laut einer Studie der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist der Abrieb zudem ein wesentlicher Faktor f\u00fcr Mikroplastikpartikel in den Meeren, berichtet der \u201eWDR\u201c.<\/p>\n<p>Auch das Umweltbundesamt hat das Thema im Blick. Feinstaub gelange nicht nur aus Motoren in die Luft, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb, schreibt die Beh\u00f6rde und man ahnt schon, dass sich das Amt dieses Problems entsprechend annehmen wird. Doch zuvor m\u00fcssen noch Daten gesammelt werden, denn noch steht die Forschung zum Thema Reifenabrieb noch am Anfang.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Thomas Burgert<\/p>\n<p>Bildquelle: pixabay\/Jan Mallander<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-6316-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6316-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-6316\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jan-Mallander-512x341.jpg\" width=\"512\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jan-Mallander-512x341.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jan-Mallander-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jan-Mallander-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Jan-Mallander-272x182.jpg 272w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" title=\"Jan Mallander\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Saubere Luft in Deutschlands St\u00e4dten steht derzeit auf den Priorit\u00e4tenliste der Politik ziemlich weit oben. 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