{"id":6447,"date":"2018-08-31T06:41:44","date_gmt":"2018-08-31T04:41:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=6447"},"modified":"2018-09-07T10:33:48","modified_gmt":"2018-09-07T08:33:48","slug":"algorithmen-steuern-minibusse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/algorithmen-steuern-minibusse\/","title":{"rendered":"Algorithmen steuern Minibusse"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-6447\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-6447-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-6447-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6447-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>In vielen Landkreisen ist der Sch\u00fclerverkehr bisher ein wesentlicher Baustein des \u00d6PNV. Angesichts vielerorts r\u00fcckl\u00e4ufiger Sch\u00fclerzahlen sowie einem Wandel des Mobilit\u00e4tsverhaltens generell, braucht es jedoch neue Formen, um die <strong>Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum sicherzustellen<\/strong>. Mit den bestehenden Angeboten von Bahn und Bus im Rahmen eines klassischen \u00d6PNV allein kann das oftmals nicht gleistet werden. Gerade in der Fl\u00e4che sind zunehmend flexible und kosteng\u00fcnstige Angebote gefragt und die moderne Technik er\u00f6ffnet hier neue M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>So ging beispielsweise im bayerischen Freyung im Bayerischen Wald (rund 7.500 Einwohner) im August das <strong>Projekt \u201efreYfahrt\u201c<\/strong> an den Start. Dabei handelt es sich um einen On-Demand-Ridepooling-Service, den die Stadt Freyung gemeinsam mit dem Unternehmen door2door umsetzt. Nach Angaben der Betreiber ist es das erste Angebot dieser Art im l\u00e4ndlichen Raum, das eine Genehmigung als Linienverkehr erhalten hat. \u201efreYfahrt\u201c wird vor Ort von der Stadt Freyung zusammen mit dem Busunternehmen Prager Reisen betrieben. Der Service erm\u00f6glicht nahezu eine <strong>Bef\u00f6rderung von T\u00fcr zu T\u00fcr.<\/strong><\/p>\n<p>Die Technologie kommt von door2door, einem Berliner Start-up-Unternehmen, das die technische Plattform zur Verf\u00fcgung stellt. Dabei wird die <strong>Idee eines Sammeltaxis<\/strong> mit der Technik des digitalen Zeitalters kombiniert. Diese Angebote \u2013 Carpooling, Ridesharing oder Ridepooling genannt \u2013 bedeuten die <strong>gemeinsame Nutzung eines Fahrzeugs durch verschiedene Fahrg\u00e4ste<\/strong> f\u00fcr jeweils eine gewisse Strecke, gesteuert wird das Ganze durch einen Algorithmus, der die optimale Strecke berechnet. Zum Einsatz kommen solche Services bisher vor allem in Gro\u00dfst\u00e4dten. Der Transfer einer Ridepooling-Technologie aus der Stadt hin zum l\u00e4ndlichen Raum stelle \u201eeine enorme Herausforderung dar. Faktoren wie die Einwohnerdichte oder das gesamte Mobilit\u00e4tsverhalten der Menschen sind im l\u00e4ndlichen Raum ganz anders als in der Stadt\u201c, betont Tom Kirschbaum, Co-CEO und Gr\u00fcnder von door2door.<\/p>\n<p>Zum Start von \u201efreYfahrt\u201c werden von montags bis samstags zwei Shuttles mit je acht Pl\u00e4tzen im Gemeindegebiet von Freyung eingesetzt. Die Fahrg\u00e4ste m\u00fcssen sich weder nach starren Fahrpl\u00e4nen, noch festen Routen richten. Auf diese Weise soll eine optimale Bedienung der Fahrw\u00fcnsche erm\u00f6glicht werden, zudem soll eine <strong>effizientere Mittelverwendung<\/strong> zur Umsetzung der Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum erprobt werden, f\u00fchrte door2door aus.<\/p>\n<p>Ebenfalls in der ersten Augusth\u00e4lfte wurde im Harz ein weiteres Projekt gestartet, das unter dem Namen <strong>\u201eEcobus\u201c<\/strong> eine Antwort auf die Herausforderungen an den \u00d6PNV im l\u00e4ndlichen Raum geben soll. Dabei erforschen Wissenschaftler am G\u00f6ttinger Max-Planck-Institut f\u00fcr Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) im Rahmen eines sechsmonatigen Pilotprojekts ein System flexibler Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Langfristig soll der Ecobus als \u201eMobilit\u00e4tssystem auf dem Land etabliert werden und alle Verkehrsm\u00f6glichkeiten miteinander verbinden\u201c. W\u00e4hrend der Pilotphase im Harz besteht er aus bis zu <strong>zehn bedarfsgesteuerten Kleinbussen<\/strong>, die in einem Gebiet zum Einsatz kommen, das die gesamte Stadt Clausthal-Zellerfeld mit allen seinen Ortsteilen, die im Oberharz gelegenen Ortschaften Hahnenklee-Bockswiese, Lautenthal, Wolfshagen und Sankt Andreasberg sowie die Kernstadt der Stadt Osterode am Harz sowie f\u00fcnf harznahe Ortsteile umfasst. Zudem besteht die M\u00f6glichkeit, vom Harz aus mit dem Ecobus ins Zentrum von Goslar, nach Oker oder Langelsheim zu fahren, wo jeweils Anschluss an den Schienenverkehr besteht.<\/p>\n<p>Ihre Fahrtw\u00fcnsche k\u00f6nnen Fahrg\u00e4ste vor Fahrtbeginn <strong>\u00fcber App, Internet oder Telefon buchen<\/strong>. Ein Algorithmus weist die Fahrtanfragen einem Fahrzeug zu, so dass verschiedene Fahrtw\u00fcnsche mit \u00e4hnlichem Start und Ziel kombiniert werden k\u00f6nnen. Anders als beim Linienverkehr muss sich der Ecobus nicht an Linien oder Fahrpl\u00e4ne halten, sondern bedient alle Fahrtanfragen im Bediengebiet umsteigefrei zu jeder gew\u00fcnschten Zeit w\u00e4hrend der Bedienzeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Thomas Burgert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bild: Ein halbes Jahr lang sind im Rahmen eines Pilotprojekts zehn Ecobusse im Harz unterwegs.<\/p>\n<p>Bildquelle: Max-Planck-Institut f\u00fcr Dynamik und Selbstorganisation<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-6447-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-6447-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-6447\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Ecobus_Harz_2018_c_MPIDS-512x340.jpg\" width=\"512\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Ecobus_Harz_2018_c_MPIDS-512x340.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Ecobus_Harz_2018_c_MPIDS-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Ecobus_Harz_2018_c_MPIDS-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Ecobus_Harz_2018_c_MPIDS-272x182.jpg 272w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Ecobus_Harz_2018_c_MPIDS.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In vielen Landkreisen ist der Sch\u00fclerverkehr bisher ein wesentlicher Baustein des \u00d6PNV. 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