{"id":9243,"date":"2019-07-26T06:00:50","date_gmt":"2019-07-26T04:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=9243"},"modified":"2019-07-29T10:47:30","modified_gmt":"2019-07-29T08:47:30","slug":"batteriemarkt-wird-schnell-wachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/batteriemarkt-wird-schnell-wachsen\/","title":{"rendered":"Batteriemarkt wird schnell wachsen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-9243\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-9243-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-9243-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-9243-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Die Zukunft des Verkehrs soll vor allem eines werden: elektrisch. Die Entwicklung zum Elektroantrieb ist in vollem Gange und sie wird auch politisch angetrieben. Die Europ\u00e4ische Union spielt hier mit ihrer Clean Vehicle Richtlinie (<strong>Clean Vehicle Directive \u2013 CVD<\/strong>), die eine Dekarbonisierung des Verkehrs vorsieht und zu bestimmten Stichpunkten eine feste Zahl an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben je Mitgliedsland vorschreibt, eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p><strong>Eine wichtige, ja zentrale Rolle<\/strong> wird auf einem k\u00fcnftigen Markt der Elektrofahrzeuge die Batterie als Energiespeicher spielen. Fragen nach der Leistungsf\u00e4higkeit der Batterien, der Lieferf\u00e4higkeit der Industrie, der Technik der Batterien, der Verf\u00fcgbarkeit der zur Herstellung n\u00f6tigen Rohstoffe sowie dem Recycling werden in den kommenden Jahren von zentraler Bedeutung werden.<\/p>\n<p>Was die derzeit zur Verf\u00fcgung stehende Technik angeht, so sieht die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage im Bundestag (Anfang Februar 2019) <strong>die Lithium-Ionen-Batterien als vorherrschende Technologie<\/strong> an. Diese Technik stehe \u201ekurz- und mittelfristig zur Verf\u00fcgung\u201c und die Batterien h\u00e4tten \u201eeinen hohen Reifegrad erreicht\u201c, so dass sie in der Elektromobilit\u00e4t eingesetzt werden k\u00f6nnen, zudem finde eine stetige Weiterentwicklung dieser Systeme statt.<\/p>\n<p>Das sieht auch Dirk Uwe Sauer vom Institut f\u00fcr Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe ISEA\/RWTH Aachen so, der zu diesem Thema bei der E-Bus-Konferenz des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) vor kurzem in Berlin referierte. Seiner Ansicht nach werden voraussichtlich noch f\u00fcr sehr lange Zeit die Lithium-Ionen-Batterien im Bereich der E-Mobilit\u00e4t dominieren. Er selbst erwartet sogar \u201e<strong>keine bahnbrechend andere Technik<\/strong>\u201c bei Batterien im Fahrzeugbereich.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung rechnet damit, dass bis 2030 nur Lithium-Ionen-Systeme Anwendung finden. Danach k\u00f6nnten dann weitere chemische Systeme \u2013 genannt werden Natrium-Ionen, Magnesium-Ionen, Metall-Luft oder Metall-Schwefel-Kombinationen \u2013 genutzt werden k\u00f6nnen, je nach Stand der Forschung. Daimler Buses f\u00e4hrt in Sachen Batterietechnik \u00fcbrigens bereits jetzt zweigleisig, zum einen bietet man Lithium-Ionen-Batterien an, verfolgt aber als zweiten Technologiepfad den <strong>Einsatz von Lithium-Polymer-Batterien.<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt wird erwartet, dass der Gesamtmarkt Batterien schnell und deutlich wachsen wird. Laut Dirk Uwe Sauer gehen manche Prognosen sogar bis zum Jahr 2020 von einer <strong>Vervierfachung der Produktion<\/strong> bei Lithium-Ionen-Batterien aus, was f\u00fcr alle Beteiligten der Produktionskette eine gewaltige Herausforderung darstellt. Sauer ging zwar davon aus, dass die Kosten f\u00fcr Batterien weiter zur\u00fcckgehen werden, doch nicht mehr so schnell wie noch in den Jahren von 2010 auf 2017. Das liege laut Sauer schlicht daran, dass ein hoher Anteil der Kosten die Rohmaterialkosten stellen, die angesichts steigender Nachfrage nach Batterien kaum sinken werden. Sauer betonte aber auch, dass die Preisprognosen f\u00fcr den Batteriemarkt extrem schwierig seien.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) k\u00f6nnte es vor allem dann <strong>zu h\u00f6heren Preisen bei Batterien kommen<\/strong>, wenn die Rohstoffm\u00e4rkte tempor\u00e4r unterversorgt sind, beispielsweise wenn neue Bergbauprojekte nicht oder verz\u00f6gert an den Markt kommen oder durch Spekulation gr\u00f6\u00dfere Mengen an Rohstoffen \u201ephysisch gebunden\u201c werden. Die Preise der Batteriezellen seien trotz gestiegener Rohstoffpreise zuletzt gesunken und die Bundesregierung zumindest zeigt sich optimistisch, dass dieser Trend sich fortsetzen wird.<\/p>\n<p>Preise sind die eine Sache, <strong>die Verf\u00fcgbarkeit der Rohstoffe<\/strong> eine andere. Was diese Ressourcenverf\u00fcgbarkeit bei den ben\u00f6tigten Batteriebestandteilen wie Lithium und Kobalt angeht, zeigt sich dann Dirk Uwe Sauer optimistisch. Trotz steigender Nachfrage nach Rohstoffen f\u00fcr Batterien erwartet er keine Versorgungsprobleme, auch wenn es diesbez\u00fcglich in der Tagespresse immer wieder Warnung gebe. Global gesehen seien ausreichend Rohstoffvorkommen vorhanden und mit steigender Nachfrage wachse auch die Liste von L\u00e4ndern und Regionen, die beispielsweise neue Lithium-Vorkommen melden. Einen \u00e4hnlichen Prozess habe man auch bereits beim Erd\u00f6l beobachten k\u00f6nnen, zog Sauer einen Vergleich. Auch hier habe es schon in den 1970er Jahren Warnungen gegeben, die Rohstoffvorr\u00e4te seien bald ersch\u00f6pft und dann habe man st\u00e4ndig neue Vorkommen entdeckt, die auszubeuten sich bei einem h\u00f6heren Preis lohne. Daher erwartet er keine Engp\u00e4sse in der Versorgung.<\/p>\n<p>Die DERA betreibt \u00fcbrigens ein <strong>Rohstoff-Monitoring<\/strong>, bei dem auch Szenarien der Marktdeckung f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Rohstoffe berechnet werden, in den letzten Jahren auch f\u00fcr Lithium und Kobalt. Dabei flie\u00dfen verschiedene Angebots- und Nachfrageentwicklungen in die Modelle ein. Diese Analysen bilden in der Regel einen Zeithorizont von f\u00fcnf bis zehn Jahren ab. Informationen kann man \u00fcber folgenden Link abrufen: https:\/\/www.deutsche-rohstoffagentur.de\/DERA\/DE\/Rohstoffinformationen\/Monitoring\/monitoring_node.html<\/p>\n<p>Nach Ansicht der Bundesregierung ist die Batterietechnologie eine \u201e <strong>Schl\u00fcsseltechnologie<\/strong>\u201c, vorgesehen sei daher, dass \u201eUnternehmen Batteriezellen im Inland herstellen\u201c \u2013 was bisher nicht der Fall ist. Eine Zellfertigung in Deutschland fordert auch Batterieexperte Sauer, denn die Zellproduktion sei genau das Element in der Wertsch\u00f6pfungskette ist, das \u201edie gr\u00f6\u00dfte Marktmacht\u201c verschaffe. Gegen die Zellhersteller w\u00fcrden k\u00fcnftig Entscheidungen auf dem Batteriemarkt nur durchsetzbar sein, erkl\u00e4rt Sauer und betont daher: \u201eEs lohnt jeden Aufwand, alle Elemente der Wertsch\u00f6pfungskette mit eigener Technologie auch in Europa zu etablieren.\u201c<\/p>\n<p>\u00dcbrigens wird nicht nur der Markt f\u00fcr Batterien wachsen, sondern mit Sicherheit auch der <strong>Recyclingmarkt<\/strong>. So erwartet Robert Sonnenschein, Managing Director beim Recycling-Unternehmen Remondis, einen stark wachsenden Markt f\u00fcr das Recycling von Batterien aus dem Fahrzeugbereich. Ziel m\u00fcsse es sein, nahezu Materialien aus der Batterie alle wieder zur\u00fcckgewinnen und die Rohstoffe wieder dem Markt zuzuf\u00fchren, gleichzeitig werden auch Second-Life-Anwendungen entstehen, schaut Sonnenschein voraus und prophezeit: \u201eDiese werde sich in den n\u00e4chsten Jahren rasant entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>Ein entsprechendes Projekt hat Volvo Bus bereits in die Wege geleitet. In G\u00f6teborg soll der erste station\u00e4re Energiespeicher in Europa <strong>aus gebrauchten Elektrobus-Batterien<\/strong> in Betrieb gehen. Der Speicher ist Teil eines Projekts, bei dem die Nutzung zur Elektrizit\u00e4tsspeicherung in Mehrfamilienh\u00e4usern mit Sonnenkollektoren untersucht werden soll. Bei den Akkus handelt es sich um Lithium-Ionen-Batterien, die aus den Elektrobussen stammen, die in G\u00f6teborg im Einsatz sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Thomas Burgert<\/p>\n<p>Bild: Grafische Darstellung des Aufbaus beim E-Citaro<\/p>\n<p>Bildquelle: Daimler<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-9243-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-9243-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-9243\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/18C0190_12-512x362.jpg\" width=\"512\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/18C0190_12-512x362.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/18C0190_12-200x141.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/18C0190_12-768x543.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" title=\"Mercedes-Benz eCitaro mit vollelektrischem Antrieb, Exterieur, Klimatisierung, 2 x elektrischer Radnabenmotor, 2 x 125 kW, 2 x 485 Nm, L\u00e4nge\/Breite\/H\u00f6he: 12.135\/2.550\/3.400 mm, Bef\u00f6rderungskapazit\u00e4t: 1\/86. \n\nMercedes-Benz eCitaro with all-electric drive, exterior, conditioning, 2 x electric hub motor, 2 x 125 kW, 2 x 485 Nm, length\/width\/height: 12135\/2550\/3400 mm, passenger capacity: 1\/86.\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zukunft des Verkehrs soll vor allem eines werden: elektrisch. 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