{"id":9896,"date":"2019-10-04T06:15:25","date_gmt":"2019-10-04T04:15:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/?p=9896"},"modified":"2019-12-11T16:06:36","modified_gmt":"2019-12-11T15:06:36","slug":"mb-sprinter-city-75-eine-runde-sache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/mb-sprinter-city-75-eine-runde-sache\/","title":{"rendered":"MB Sprinter City 75: Eine runde Sache"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-9896\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-9896-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-9896-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-9896-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Der Sprinter City 75 zeigte sich in dieser Version zum ersten Mal \u00f6ffentlich auf der IAA 2018. Seitdem rollen mittlerweile gut 100 Sprinter City 75 durch Europas Stra\u00dfen. Das ist noch nicht sonderlich viel und die Anzahl reicht Daimler auch bei weitem nicht. Mindestens 250 Verk\u00e4ufe im Jahr sollen es werden, daher werden sich die Verk\u00e4ufer wohl noch ins Zeug legen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Die erste Zahl beim City 75<\/strong> steht \u00fcbrigens f\u00fcr die Fahrzeugl\u00e4nge, die zweite f\u00fcr die Tonnage des jeweiligen Basisfahrzeuges! Die Frontpartie sowie das Cockpit entsprechen, wenig \u00fcberraschend, dem Sprinter-Kastenwagen, die auch die Neuerungen, wie z. B. LED-Scheinwerfer oder den automatischen Notruf, in den Kleinbus mit einbringen.<\/p>\n<p>Ab der B-S\u00e4ule folgt ein selbstragendes Minibus-Integralgerippe. Auch das Heck ist ein <strong>Eigenanbau aus der MB-Kleinbuschmiede in Dortmund<\/strong>. Beim Blick auf die Flanken fallen der sehr lange Radstand (5100 mm) und der \u00dcberhang (2365 mm) auf. Damit kommt der Wagen auf eine Gesamtl\u00e4nge 8.486 mm. Die zwillingsbereifte hintere Achse besitzt eine zul\u00e4ssige Achslast von 5 t. Diese maximale Last tragen hier 17,5\u2011Zoll-R\u00e4der mit Bereifung 215\/75 R 17,5.<\/p>\n<p>Auf der linken Seite l\u00e4uft die dreiteilige Seitenscheibe scheinbar nach vorne spitz zu, was dem Wagen ein markantes, durchaus elegantes \u00c4u\u00dferes gibt. Allerdings ist diese ansprechende Formensprache im Sinne des Wortes sehr einseitig. Auf der rechten Flanke durchbrechen n\u00e4mlich die Doppelt\u00fcr vorne und die Einzelt\u00fcr hinten das Design v\u00f6llig.<\/p>\n<p>Der Fahrerarbeitsplatz entspricht ebenfalls dem im Basismodell, erg\u00e4nzt um das bustechnisch Notwendige. Der dominante mittlere Block im Cockpit ist Serie, nur die obere aufgesetzte Schalterreihe, mit z. B. der T\u00fcrsteuerung, kommt aus Dortmund. Das darunter platziere zentrale <strong>Display ist als Touchscreen<\/strong> ausgelegt. Hier lassen die verschiedenen aktuellen Motorleistungen (kW, Nm, Spannung) einspielen.<\/p>\n<p>Die Minibusse sind ebenso wie die Transposter-Br\u00fcder voll vernetzt. Serienm\u00e4\u00dfig sind sie mit dem Connectivity Modul des Sprinter f\u00fcr das Flottenmanagement ausgestattet. Auch einen Sprachassistent (Alexa\/Siri) ist mit von der Partie. Er ist Bestandteil des MBUX Multimediasystems (Mercedes\u2011Benz User Experience). <strong>\u201eHey, Mercedes\u201c<\/strong> \u2013 zwei Worte sollen gen\u00fcgen, und der Sprinter City 75 h\u00f6rt zu und reagiert aufs Wort.<\/p>\n<p>Auf unserer Fahrt mischte er sich dabei unaufgefordert ein und wollte an der Kommunikation aktiv beteiligt werden. Die Testfrage nach dem lokalen Wetter wurde mit Erfolg beantwortet, wenn auch die \u00fcbermittelten Daten nichts mit dem regnerischen Echt-Wetter zu tun hatten. Der Versuch das Sprachprogramm m\u00fcndlich zu deaktivieren scheiterte allerdings; hier blieb uns nur der direkte Weg \u00fcber den Touchscreen. Soweit zur sch\u00f6nen neuen Welt der elektronischen Helferlein. Da ist, wie hei\u00dft es so fein, noch Potenzial nach oben.<\/p>\n<p><strong>Unter dem Mittelblock<\/strong> sind der Tachograf und die Steuerung f\u00fcr die Linienzielanzeige montiert. Eine Fahrtzielanzeige gibt\u2019s an Front, rechte Seite und Heck des Busses. Das Mikrofon an der A-S\u00e4ule kann der Fahrer per Fu\u00dftaste auf dem linken Radkasten auf Innen- bzw. Au\u00dfenbetrieb umstellen.<\/p>\n<p>Neu im Cockpit sind die Seitengebl\u00e4se links und rechts au\u00dfen am Armaturentr\u00e4ger. Das ebenfalls neue Sonnenrollo arbeitet elektrisch und wird ebenfalls \u00fcber einen Kippschalter auf der Mittelkonsole betrieben.<\/p>\n<p>Soweit wie m\u00f6glich, hat man im vergleichsweise kleinen Cockpit Raum f\u00fcr die Utensilien des Fahrers geschaffen. An der B-S\u00e4ule sitzt ein Kleiderhaken, hinter dem Fahrersitz sind zwei kleine Stautaschen. Und die dem Fahrer zugewandte Seite des Kassenunterbaus ist so ausgeformt, das eine Arbeitstasche hinein passt. Eine Glasscheibe trennt \u00fcbrigens den Arbeitsplatz vom Passagierraum ab. Der Durchgang vom Fahrerplatz zum Fahrgastraum f\u00e4llt bauraumbedingt allerdings sehr schmal aus. Der Zustieg zum Arbeitsplatz erfolgt bequemer durch die Fahrert\u00fcr.<\/p>\n<p>Den Bus betritt der Fahrgast wiederum \u00fcber die vordere zweifl\u00fcgelige Au\u00dfenschwingt\u00fcr oder \u00fcber die hintere Einzelt\u00fcr, dann \u00fcber zwei Stufen. Der vordere Passagierraum ist auf eine L\u00e4nge von ca. <strong>2,6 m als Niederflurbereich ausgelegt.<\/strong> Haltestangen und Handschlaufen im ganzen Niederflurbereich erlauben den stehenden Fahrg\u00e4sten einen sicheren Stand. Vier Sitzreihen sitzen im Heck auf einem erh\u00f6hten Podest (12 Sitze, 2+1 Bestuhlung), auf das zwei Stufen f\u00fchren. Der City 75 kann insgesamt 16 Sitz- und 19 Stehpl\u00e4tze anbieten. Wird ein Rollstuhl o. \u00e4. mitgenommen, so entfallen zwei Sitz- und vier Stehpl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Der City 75 kennt kein Kneeling, stattdessen ist aber der Niederflurbereich mit seinem \u201eLaminatboden\u201c zu den Einstiegen hin geneigt (Einstiegsh\u00f6he 250\/270 mm).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dem Chauffeur die Klimaanlage Tempmatic und eine elektrische Warmluftzusatzheizung zur Verf\u00fcgung stehen, wird der Fahrgastraum vor allem von einer <strong>Aufdachklimaanlage mit 11 kW Leistung temperiert<\/strong>. Zwei mehrteilige LED-Lichtbahnen an der Decke erhellen den Fahrgastraum. Der vordere Abschnitt davon l\u00e4sst sich dimmen, damit sich das Licht im Dunkeln nicht in der Frontscheibe spiegelt und so den Fahrer behindert. USB-Schnittstellen unter den Sitzen und an der Fahrzeugflanke runden das Serviceangebot an Bord ab.<\/p>\n<p>In Bewegung setzt den City 75 ein <strong>Vierzylinderdiesel mit etwas mehr als 2,1 l Hubraum<\/strong>. Angeworfen wird der 120 kW starke Vierzylinder \u00fcber einen Motorstartknopf. Das Triebwerk ist durchaus vernehmbar und l\u00e4sst im niedrigen Gang den Unterbau f\u00fcr die Kasse leicht erzittern. Der Wagen regelt bei 90 km\/h ab, was aber ja im Liniendienst keinerlei Bedeutung hat. Auff\u00e4llig schwach ist der Kleinbus im Antritt, aber auch hier sollte man bei einer m\u00f6glichen Kritik Vorsicht walten lassen. Ein Stadtwagen mit stehenden Fahrg\u00e4sten ben\u00f6tigt keine Durchstartqualit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Der Motorraum wirkt insgesamt sehr aufger\u00e4umt. Die hier platzierte Batterie ist die Zusatzbatterie, die Hauptbatterie sitzt unter dem Sitz des Fahrers. F\u00fcr den Fall der F\u00e4lle ist im Motor eine rotmarkierte Anschlussstelle f\u00fcr\u2019s Fremdstarten platziert. Als Fixpunkt f\u00fcr die Erdung dient ein Metallstift vorne rechts im Rahmen oberhalb der dortigen Batterie.<\/p>\n<p>In die jeweils richtige Fahrstufe bringt den Vierzylinder ein <strong>siebeng\u00e4ngies Wandlergetriebe<\/strong>. Bedient wird die Automatik durch einen Lenkradhebel unterhalb des Multifunktionslenkrades. Dabei lernt die Schaltautomatik vom Fahrverhalten des Fahrers, passt sich also seinen Gewohnheiten an, indem sie seinen \u00fcblichen Fahrmodus speichert.<\/p>\n<p>Insgesamt kann sich der Sprinter City 75 durchweg sehen lassen \u2013 auch beim Verbrauch (siehe Kasten), wobei sogenannte Wasserpuppen, die Fahrg\u00e4ste simulierten. Man merkt dem Wagen in Details an, dass das Bussegment \u201ehandgefertigt\u201c ist. Das sieht das z. B. an den Spaltma\u00dfen. Manches ist auch nicht ganz durchdacht. Ein Beispiel: Die Haltestange im Niederflurbereich ist mit zwei Mal zwei gro\u00dfen, hervorstehenden Schrauben in den Bodenschienen fixiert. Diese k\u00f6nnten zu Stolperfallen werden. Ein Risiko, das Daimler zuk\u00fcnftig durch die Verwendungen flacherer Fixierungen entsch\u00e4rfen will. Trotz dieser Details, ist der City 75 aber eine runde Sache. <strong>Ein Schn\u00e4ppchen ist der Mercedes jedoch nicht<\/strong>. Den City gibt es ab 145.000 Euro, unser Testauto kommt auf einen Preis von 160.000 Euro.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Dirk Sanne<\/p>\n<p>Bildquelle: Dirk Sanne<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-9896-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-9896-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-8b5b6f678277-9896\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/123-512x361.jpg\" width=\"512\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/123-512x361.jpg 512w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/123-200x141.jpg 200w, https:\/\/www.bustreff.de\/busmagazin\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/123-768x541.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sprinter City 75 zeigte sich in dieser Version zum ersten Mal \u00f6ffentlich auf der IAA 2018. 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