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3.046 Menschen starben 2019 bei Verkehrsunfällen

Datum: Quelle: BUSMAGAZIN

Im Jahr 2019 sind in Deutschland 3.046 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen gestorben – das ist der niedrigste Stand seit mehr als 60 Jahren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) aktuell mitteilt, starben damit im letzten Jahr im Straßenverkehr 7 % oder 229 Menschen weniger als im Vorjahr. Die Polizei zählte allerdings insgesamt 2,7 Mio. Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen − so viele wie noch nie seit 1991 (für 1991 liegt erstmals die Zahl der Unfälle für Deutschland nach der Wiedervereinigung vor). Bei rund 11 % der Unfälle wurde ein Mensch getötet oder verletzt. Die Zahl der Verletzten ist 2019 gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf 384.000 Menschen zurückgegangen.

Richard Goebelt, Geschäftsbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität des TÜV-Verbands (VdTÜV), äußert sich anlässlich der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Unfallzahlen 2019 in Deutschland: „In Sachen Verkehrssicherheit hat sich in Deutschland in den vergangenen 50 Jahren vieles zum Guten gewendet. Das sehen wir auch an den heute veröffentlichten Unfallzahlen: Im Straßenverkehr starben 2019 so wenige Menschen wie nie zuvor in Deutschland. Trotzdem ist jeder Einzelne der 3.046 Getöteten noch einer zu viel. Und auch die Zahl der Verletzten war 2019 mit 384.000 unfassbar hoch. Die nun veröffentlichten Zahlen machen deutlich, dass noch einiges getan werden muss, um den Straßenverkehr für alle Verkehrsteilnehmer sicher zu gestalten.“

In 2020 geht die positive Entwicklung grundsätzlich weiter. Von Januar bis April 2020 verzeichnete die Polizei insgesamt rund 706.200 Straßenverkehrsunfälle: Im Vorjahresvergleich ist das ein Rückgang um knapp 17 %. Insbesondere im April ging die Zahl der Unfälle stark zurück: Das deutlich niedrigere Verkehrsaufkommen aufgrund der Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die Gesamtzahl der Straßenverkehrsunfälle um 35 % sank. Dabei ging die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum ersten Quartal 2019 um 11 % zurück.

Für das Verkehrssicherheitsprogramm 2021-2030 fordert der TÜV-Verband den gezielten Einsatz digitaler Technologien, zusätzliche Maßnahmen gegen gefährliches Fahrverhalten und den konsequenten Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer. Die Anzahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrenden stieg seit 2010 um 16,8 % an. Goebelt: „Schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, ältere Menschen oder Fußgänger werden noch zu wenig geschützt. Beispielsweise kommt europaweit jeder zweite getötete Radfahrende bei einer Kollision mit einem Pkw oder Lkw ums Leben. Große Hoffnungen setzen wir auf Fahrassistenzsysteme. Die EU-Verordnung ‚General Safety Regulation‘ sieht bereits vor, dass schwere Fahrzeuge verbindlich mit Abbiegeassistenten ausgestattet werden müssen: Ab 2022 gilt die Verordnung für neue Fahrzeugtypen und ab 2024 für alle Neuzulassungen. Ab 2024 dürfen also keine Lkw (über 3,5 t) und keine Busse (mehr als 9 Sitzplätze) ohne Abbiegeassistent mehr in den Verkehr kommen.“

 

Bildquelle: pixabay/Leon Wallis (Symbolbild)




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