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Busreise in Zeiten von Corona – ja, aber wie?

Datum: Quelle: BUSMAGAZIN

Michael Schwinge ist manchmal seiner Zeit recht weit voraus. Der Chef der Kultour & Natour Touristik GmbH in Dormagen, hat sich bereits vor Wochen überlegt, wie Reisen mit dem Bus in der Corona-Zeit unter optimierten Hygienestandards wieder möglich sein könnten. In seinen Prospekten befinden sich schon Skizzen für einen veränderten Sitzplan in den eingesetzten Fahrzeugen. Im Prinzip blockiert er jeweils einen Sitz pro Bank und das diagonal versetzt, so dass ein Fahrgast am Fenster und der nächste am Gang sitzt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist das Ganze dann umgekehrt. Damit gibt es in den Bankreihen auch keinen direkten Sitznachbarn am Gang. Ebenso plant er u. a. eine Maskenpflicht für die Fahrt ein.

Für ihn ist das relativ leicht umzusetzen, denn 80 % seiner Reisen sind für Gruppen mit geringer Personenzahl konzipiert. „Wir setzen in der Regel Busse mit 46 Sitzplätzen ein. Diese Busse belegen wir mit 15 bis maximal 25 Personen und geben dies schon bei der Ausschreibung bekannt. Es besteht somit bei unseren Reisen schon immer die Möglichkeit, beklemmender Enge im Bus zu entgehen“, erläutert er.

Ab 30.5.2020 sollen in NRW kleine Gruppen- und Busreisen und touristische Führungen bzw. Besichtigungen wieder möglich sein. Das versprach Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) Anfang Mai. Alle Lockerungen des Landes stehen allerdings unter der Voraussetzung, dass sich die Infektionslage nicht verschlechtert. Dann wären die geplanten Erleichterungen wieder hinfällig.

Die Bundesrepublik ist ein föderales Land, das heißt, was in NRW dann seine Gültigkeit haben wird, muss nicht zwangsläufig im nächsten Bundesland ebenfalls Recht sein. Hier unterscheiden sich die geplanten Vorgaben der Länder und auch die zeitlichen Abläufe. So stellte Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des südlichen NRW-Nachbarlandes Rheinland-Pfalz, vorgestern ihre „Zukunftsperspektive Rheinland-Pfalz“ vor. Auch hier spricht man von Freigaben für Reisebus- und Schiffsreisen sowie Gruppenfreizeiten, jedoch erst ab 24.6.2020.

Hessen hat mit seiner neuen Landesverordnung Anfang Mai den Reisebusverkehr unter bestimmten Vorgaben wieder erlaubt: Wo ein (Fahr)Gast sitzt, soll er mindestens 5 m2 Fläche zur Verfügung haben. Und es muss ein Abstand von mindestens 1,5 m eingehalten werden – beim Ein- und Ausstieg sowie für das Sitzen im Bus. Das führte zu einem Aufschrei in der Branche. Laut LHO dürften bei strenger Auslegung der gedachten Regeln dann nur noch 5 bis 10 Personen im Bus mitfahren.

Zurück nach Dormagen: Darf Michael Schwinge denn nun wirklich wieder Busgruppen bewegen und wenn ja, unter seinen skizzierten Hygieneregeln? Anruf beim NWO: „Wir wissen es schlicht noch nicht. Wir befinden uns zurzeit in Gesprächen mit NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Basis unserer Gespräche sind die ‚Gemeinsamen Empfehlungen des deutschen Omnibusgewerbes bei Wiederaufnahme des Busreiseverkehrs‘, die bdo, gbk und RDA Anfang Mai vorgelegt haben. Wir hoffen, dass wir kommende Woche in diesem Sinne Entscheidungen und Regeln für die Busreise kommunizieren können. Ob die kompatibel zu den Vorgaben in den anderen Bundesländern sind oder ob die Busfahrt an der NRW-Landesgrenze wieder enden muss, wird man dann erst sehen können“.

 

Text: Dirk Sanne

Bildquelle: Dirk Sanne




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