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„Die Mannschaft“ fährt Lion’s Coach

Datum: Quelle: BUSMAGAZIN

Volkswagen hat der hauseigenen Bussparte mit dem Sponsoring des Deutschen Fußball-Bundes eine Steilvorlage gegeben, die MAN gekonnt in einen Volltreffer verwandelt hat: „Die Mannschaft“ fährt mit einem im Bus Modification Center auf Basis des Lion’s Coach um- und ausgebauten MAN zu den Spielen. Für die eingeschworene Fußballgemeinschaft kam die Meldung, dass Mercedes-Benz und der Deutsche Fußball-Bund nach 46 gemeinsamen Jahren ab 2019 getrennte Wege gehen, überraschend. Genauso wie die Tatsache, dass der vor kurzem noch amtierende Fußball-Weltmeister zum ersten Mal in der WM-Geschichte in der Vorrunde scheiterte.

Die Welt des Fußballs ist voller Überraschungen. Volkswagen hat ein Tor geschossen, und was für eines: Der Deutsche Fußball-Bund erhält von seinem neuen Mobilitätspartner rund 25 Mio. Euro jährlich. Und drei Mannschaftsbusse, die in der Zeit des Sponsorings zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen der Kooperation unterstützt MAN nicht nur die Männer-, sondern auch Frauen- und die U21-Nationalmannschaft.

Die individuell nach den Wünschen des DFB aufgelegten Mannschaftsbusse haben natürlich ihren Preis: Gut 750.000 Euro soll nach Insider-Angaben beispielsweise der neue Bus für „Die Mannschaft“ wert sein. Dafür gibt es einen Lion’s Coach C mit 500 PS und ganzen 36 Sitzplätze an Bord. Die sind edel in Leder ausgeführt, mit Seitenflanken aus Kunstleder und haben jeweils noch das Logo des DFB eingestickt. Natürlich hat das Team des Bus Modification Center dabei die aktuell vier Weltmeistersterne nicht vergessen. Die Armlehnen und Griffe in Karbonoptik verstärken das edle Ambiente.

Unter den Sitzen finden die Sportler und Betreuer dann die heute übliche 230-Volt-Steckdose inklusive einer USB-Buchse. Vier 19 Zoll große LCD-Bildschirme werden bei Bedarf aus dem Dachhimmel herausgeklappt. Dass der Fahrgastraum nach oben hin immer heller wird, hat einen Grund: So lassen sich Dank der in den Ablagefächern verbauten LED-Lichtbänder schwarz-rot-goldene Lichter besser darstellen. Da sie von vorn nach hinten durchlaufen, fühlt man sich irgendwie an wehende Fahnen erinnert. In diesem Zusammenhang kommen noch zwei Beamer ins Spiel: Damit die Spieler im Jahr 2019 nicht vergessen, wer sie sind, projiziert sie den Schriftzug „Die Mannschaft“ vor beiden Türen auf die Straße.

Etwas Besonderes sind die Sitzabstände im neuen DFB-Bus, weil sie nicht standardisiert sind. Der Abstand vom Ende der Beinauflage hin zum Beinauflagenende des nächsten Sitzes liegt zwischen 84 und 96 cm. Den meisten Platz hat der Trainer- und Betreuerstab in der ersten Reihe. Hier gibt es durch noch etwas mehr Luxus, denn die kleinen Tische lassen sich elektrisch zu einer gepolsterten Fußablage umklappen. Die Sportler in den hinteren Reihen müssen aber auf so etwas nicht verzichten: Für sie sind vier Vis-a-Vis-4er-Sitzgruppen verbaut. Und deren große Tische ebenfalls können ebenfalls elektrisch abgesenkt und mithilfe einer Polsterauflage zu einer Liegewiese umfunktioniert werden. Ein echtes Schmankerl ist die Küche, bei der sofort der 32er-Becherhalter auffällt. Direkt daneben gibt es eine übergroße Dose, aus der die Betreuer die isotonischen Getränke abfüllen. Pfiffig ist das Becherentsorgungsloch, das bis zu 80 Becher aufnimmt und im Gepäckraum endet.

Nicht nur die Straße und das Geschehen vor dem Bus, sondern im wahrsten Sinnen eine Rundumsicht hat der Fahrer des neuen Mannschaftsbusses: Von seinem Fahrerplatz aus, der dem eines normalen Lion’s Coach von MAN entspricht, bleibt ihm Dank eines Birdview-Systems mit sechs Kameras nichts verborgen. Für die Sicherheit der kostbaren Fracht sind zudem ein Notbremsassistent, ein Spurüberwachungssystem, ein elektronisches Stabilitätsprogramm, ein Regen-Licht-Sensor, der Aufmerksamkeitsassistent MAN AttentionGuard und ein abstandsgeregelter Tempomat mit an Bord.

Wichtig: Nur wo „Die Mannschaft“ draufsteht, ist sie auch drin! Die beiden Teambusse für die Frauen- und U21-Nationalmannschaft haben kein schwarzes Heck mit einer stilisierten Flagge als Übergang zur weißen Karosserie. Die schwarz-rot-goldenen Streifen finden sich bei diesen beiden Bussen als eigenständiges grafisches Element jeweils an der Seite auf einer durchweg weißen Karosserie. Alle drei sind aber Busse des Typs Lion’s Coach C und jeweils 13,4 m lang. Während die Herren-Nationalmannschaft mit 500 PS unterwegs ist, gibt es für die anderen beiden Teambusse „nur“ 460 PS.

Omnibusse für die deutsche Nationalmannschaft haben eine Tradition: Magirus-Deutz stellte dem DFB 1954 für die Weltmeisterschaft in der Schweiz einen O 6500 zur Verfügung. Vieles hat sich seitdem in der Welt des Sports verändert, jahrelang schien es aber mit Omnibussen von Mercedes-Benz eine Konstante zu geben. Mannschaftsbusse mit Stern gab es von 1972 bis 2018. Und zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 gab es sogar eine ganze Flotte, alle Spieler und Funktionäre fuhren mit einem Mercedes-Benz O 302 – 13R Üh. Diese Busse hatten es in sich: Ob Thermo King-Klimaanlage, Bordküche oder Toilette – was heute zum Standard zählt, war vor über 40 Jahren etwas Besonderes.

So wie heute die 5.000 Watt der Lautsprecher-Anlage an Bord des Busses „Der Mannschaft“. Diese wurden zusammen mit einem Akustiker der Stuttgarter Staatsoper passgenau auf den Innenraum den Lion’s Coach ausgerichtet. So finden die Ansagen des Bundestrainers jetzt wieder Gehör – hoffentlich.

 

Text und Bildquelle: Rüdiger Schreiber

 


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