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Spreepark Berlin: Sanierung des Riesenrades bis 2024 abgeschlossen

Datum: Quelle: BUSMAGAZIN

Mit dem Abbau des 45 m hohen und 220 Tonnen schweren Riesenrads beginnt die Sanierung des geschichtsträchtigen Wahrzeichens im Berliner Spreepark. Auf vielfachen Wunsch der Bevölkerung wurde das historische Erbe des Parks im neuen Konzept aufgegriffen: So wird sich im Rahmen der geplanten Eröffnung des Kernbereichs ab 2024 auch das Riesenrad wieder drehen. Bis dahin sind umfangreiche Test- und Prüfverfahren sowie Sanierungsmaßnahmen erforderlich.

Die heute startende Demontage der 40 Gondeln, 40 Speichen, 8 Masten und des Riesenrad-Kranzes markiert den Sanierungsstart des 31 Jahre alten Park-Highlights. Zunächst erfolgt eine orientierende Materialprüfung von Bauteilen um festzustellen, welche Teile des Riesenrads sanierungsfähig sind. Der Abbau soll noch vor Beginn der Vogelbrutzeit am 1. März 2021 abgeschlossen sein.

Von der Prüfung zur Wiederinbetriebnahme

Um tief verborgene Schäden, Materialfehler oder Verunreinigungen zu erkennen, erfolgt der Einsatz von Ultraschall. Der eingebrachte Ultraschallimpuls kann zusätzlich Wanddicken ermitteln, die zum Nachweis von Materialermüdung durch Erosion oder Korrosion dienen. Parallel zu den in diesem Jahr anstehenden orientierenden Materialprüfungen wird ein Ingenieurs- und Künstler-Team eine Gestaltungsidee für das zukünftige Riesenrad und dessen historischen Standort erarbeiten. Ziel ist es im Sinne der Gesamtkonzeption des Spreeparks als Park für Kunst, Kultur und Natur, das Riesenrad künstlerisch neu zu interpretieren und zusätzlich attraktiv zu gestalten (z.B. Lichtkunst). Erste Gestaltungsentwürfe werden in diesem Jahr vorgestellt.

Die Eröffnung des Spreeparks der Zukunft ist schrittweise ab 2022 geplant, wenn mit dem Eierhäuschen auch der neue Gastronomie- und Kunststandort eröffnet. Voraussichtlich 2024 wird der zentrale Bereich rund um das Riesenrad fertiggestellt, in dem dann planmäßig auch wieder das sanierte Riesenrad seinen angestammten Platz einnehmen wird. In außergewöhnlicher Insellage und in unmittelbarer Nachbarschaft der Veranstaltungsorte Englisches Dorf und Freilichtbühne, bilden dann das Riesenrad und das schon zu Zeiten des Vergnügungsparks künstlich angelegte Wasserbecken einen Kernbereich und Hauptanziehungspunkt im zukünftigen Spreepark. Die Kosten für die Sanierung des Riesenrads belaufen sich voraussichtlich auf bis zu 4 Millionen Euro.

Die Geschichte des Wahrzeichens

Das 45 m hohe Riesenrad wurde 1989 anlässlich des 40. Jahrestags der DDR als „größtes Riesenrad Europas“ in Betrieb genommen. Es ersetze das zum 20. Jahrestag der DDR 1969 errichtete 40 Meter hohe Riesenrad. 2014 fanden bereits erste, durch den Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co.KG beauftragte Zustandsuntersuchungen in Bezug auf Standsicherheit und Wiederinbetriebnahme statt. Nach der Übertragung des Geländes an die Grün Berlin erfolgte 2017 dann eine umfassende Bestandsbegutachtung im Auftrag der Grün Berlin GmbH.

 

Bild: Abbau ab heute: das alte Wahrzeichen soll nach der Sanierung auch das neue Wahrzeichen des ab 2022 wiedereröffneten Spreeparks der Zukunft werden

Bildquelle: Frank Sperling




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