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Wie Facebook und Co. Busunternehmen unterstützen können

Datum: Quelle: BUSMAGAZIN

Die Zahlen sprechen für sich. Facebook wird weltweit von über 2 Mrd. Menschen regelmäßig genutzt. Die eher bildlastige Plattform Instagram bringt es immerhin auf 1 Mrd. Wie kommen solche Werte zusammen? Bei diesen Zahlen wird ermittelt, wer mindestens einmal im Monat auf der jeweiligen Plattform aktiv ist. Damit sind also nicht nur das Anmelden und Durchlesen von Beiträgen gemeint, sondern es werden tatsächliche Aktivitäten, wie Likes, das Teilen von Beiträgen oder andere Interaktion registriert.

Social Media ist somit eine perfekte Variante, um (potenzielle) Kunden da zu erreichen, wo sie einen Teil ihrer Freizeit verbringen. Wer für sein Unternehmen mehr Sichtbarkeit anstrebt, hat hier viele Möglichkeiten. Facebook und Co. sammeln nicht umsonst eine Unmenge Daten. Diese Daten helfen den Kanälen, ansprechende Werbezielgruppen für die jeweiligen Interessenten zu erstellen. So erscheinen Anzeigen ziemlich genau für die Nutzer, die für sie interessant seien können. Für die Platzierung für kundenspezifische Anzeigen verlangen die Plattformen natürlich Geld.

Es gibt aber auch viele Möglichkeiten Kunden zu erreichen, ohne Geld in die Hand zu nehmen. In einer eigenen Internet-Gruppe können sich die Reisenden von z. B. Busreiseveranstalter austauschen und neue Ideen erhalten. Folgen sie dem eigenem Unternehmensprofil, können sie z. B. Reiseerlebnisse teilen und Kommentare hinterlassen. Auch Gewinnspiele und Rabattaktionen werden gerne mit Freunden geteilt.

Richtig angewendet, bietet Social Media aber noch einen weiteren Vorteil: Der Reiseveranstalter hat die Möglichkeit, mit seinen Kunden in direkten Austausch zu treten. Dafür muss man nur erreichen, dass der eigenen Seite gefolgt wird. So kann man erfahren, was deren Wünsche und Bedürfnisse der eigenen Kunden sind und wo noch Verbesserungspotenzial bei den eigenen Angeboten besteht.

Wichtig: Social Media ist kein Verkaufskanal. Zumindest nicht in erster Linie. Wie der Name schon sagt, geht es um soziale Interaktionen.

Um es anschaulicher zu machen, passt der Vergleich mit der guten alten Eckkneipe. Man stelle sich die eigenen Kunden vor, wie sie dort mit Freunden sitzen und ein Glas Wein beim Plausch genießen. Wenn man als Unternehmer mit an den Tisch kommt und sofort die Verkaufsflyer rausholen, hat man verloren. Kunden wollen in ihrer Freizeit nicht von Werbung gestört werden. Setzt man sich jedoch dazu, erzählt ein wenig von Ihrem Alltag, von dem was man tun, dann wird man durchaus gerne in die Runde aufgenommen. Nach einer Weile ist es dann völlig in Ordnung, auch auf die eigenen Reiseprogramme aufmerksam zu machen. Im Idealfall kommen dann sogar die Kunden auf einen zu und bitten um eine Empfehlung.

Viele Unternehmen haben das grundsätzliche Potenzial von Social Media erkannt. Eine eigene Seite wird eingerichtet, dann folgen ein paar Wochen Beiträge. Es passiert aber nicht viel und man kommt zu der Erkenntnis: das bringt ja gar nichts. Falsch!

Auch hier passt das Stammtisch-Beispiel. Wenn man dort nur hin und wieder vorbeischaut, sich kaum an den Gesprächen beteiligt oder persönlich einbringt, wird man nicht wahrgenommen. Das Geheimnis ist Interaktion. Seiten, die regelmäßig Beiträge posten, ihren Lesern Mehrwert bieten (indem sie z. B. interessante Informationen teilen) und mit ihnen kommunizieren, erreichen schnell eine größere Reichweite.

Erste Follower kann man z. B. generieren, indem das Unternehmen auf seiner Webseite und seinen Verkaufsunterlagen deutlich macht, dass man auf dem jeweiligen Kanal präsent ist. Sieht der Kunde noch einen Mehrwert, indem er dort z. B. zuerst über Aktionen und neue Reiseausschreibungen informiert wird, ist die Chance da, dass er auf „Folgen“ klickt.

Facebook ist mittlerweile das beliebteste soziale Medium der Generation 50+. Die jüngeren Nutzer wechseln immer mehr zu Instagram und Youtube. Twitter wird vor allem von jungen Menschen, Pressevertretern und zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt – siehe die tweets von Donald J. Trump. Der US-Präsidenten hat mittlerweile über 42.600 tweets abgesetzt und über 61,6 Mio. Menschen folgen seinen virtuellen News.

Insofern bieten sich Instagram und Facebook für Tourismusunternehmen am ehesten an. Bedient man beide Kanäle, kann man Kunden verschiedener Altersklassen erreichen.

Wichtig ist, dass regelmäßig Inhalte geteilt werden, die für die eigenen Kunden interessant sein könnten.

Dabei sollte man die Unterschiede der beiden Medien beachten. Facebook ist ideal für Informationen, Links auf die eigene Website oder zu anderen interessanten Inhalten. Lohnenswert ist auch, Fragen zu stellen und die eigene Community zum Austausch aufzufordern. Interaktion ist alles!

Instagram ist im Volumen zwar kleiner, wächst aber derzeit rasant, gerade bei der jüngeren Zielgruppe. Der Schwerpunkt liegt auf Bildern. Das bedeutet aber nicht, dass Texte hier komplett überlesen werden. Links können allerdings nur schwer gesetzt werden. Daher sollte hier der Bild-Inhalt direkt überzeugen. Aber in der Tourismusbranche, die immer wieder schöne Motive bietet, sollte das ja kein Problem sein.

Social Media kostet Zeit. Aber es gibt ein paar Kniffe, die den Aufwand verringern. Zuerst sollte man einen Arbeitsplan erstellen. Hier hält man z. B. fest, an welchen Tagen welche Beiträge auf welchem Kanal ausgespielt werden sollen. Werbung ist nicht das Hauptziel, in einem gewissen Rahmen aber durchaus in Ordnung. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Quote von 80% unwerblichen und 20% werblichen Inhalten. Durch den Plan können Beiträge gut im Voraus erstellt und mit dem restlichen Marketing oder dem Tagesgeschäft abgestimmt werden.

Bei Facebook gibt es die Möglichkeit, den Veröffentlichungszeitpunkt zu steuern. Für Instagram gibt es entsprechende externe Lösungen.

Wer sich bei Social-Media-Plattformen engagieren will, muss sich im Vorfeld genau überlegen, wer sich in Zukunft um die Pflege des jeweiligen Kanals kümmern soll. Und dafür braucht der beauftragte Mitarbeiter auch Zeit. Zwei bis drei Beiträge pro Woche sollten schon erscheinen. Dabei muss es sich aber nicht zwingend immer um wichtige News oder Links zu langen Blogbeiträgen handeln. Es gibt im Laufe des Jahres viele Aufhänger, die man nutzen kann. Gut ist auch immer, wenn man einen Einblick ins eigene Unternehmen erlaubt. So schafft man eine persönliche Ebene und wird positiver wahrgenommen.

Und man braucht Geduld. Bei guter Arbeit sollten spätestens nach einem halben Jahr erste Erfolge zu sehen sein. Wichtig ist die Kontinuität. Denn nichts ist schlimmer für das eigene Image, als ein Facebook-Auftritt, dessen letzter Beitrag ein Jahr oder gar länger zurückliegt.

 

Text: Ina Mewes

Bildquelle: pixabay/Gerd Altmann


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