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Erste MDO-Mitgliederversammlung seit Corona-Shutdown

Datum: Quelle: BUSMAGAZIN

Erstmals seit dem Corona-Shutdown Mitte März trafen sich in Erfurt die mitteldeutschen Omnibusunternehmer zu einer Mitgliederversammlung. Auf der Agenda des Verbandes Mitteldeutscher Omnibusunternehmen (MDO) standen die Sorgen und kommenden Herausforderungen für die Branche.

Mehrere Monate mit massiven Fahrgasteinbrüchen liegen hinter den dortigen privaten und kommunalen Omnibusunternehmen. Die Linienbusse waren zwar im Einsatz, jedoch ohne den wichtigen Schülerverkehr. Die Bustouristik fasst erst jetzt wieder vorsichtig Fuß. „Wir brauchen jetzt dringend Unterstützung von der Regierung, um unsere Betriebe aufrechterhalten zu können.“, unterstreicht Mario König, 1. Vorsitzender des MDO.

Gemeinsam mit Geschäftsführer Tilman Wagenknecht präsentierte der Unternehmer aus Bad Langensalza die Rettungsschirme für ÖPNV und Bustouristik sowie ein Konjunkturpaket für den Bereich Touristik. Bund und Länder werden den Unternehmen, welche massiv unter Umsatzeinbrüchen leiden, Hilfen zukommen lassen. Viele Unternehmen bezweifeln jedoch, dass die nicht wieder einholbaren Verluste in dieser Dienstleistungsbranche damit ausgeglichen werden können. Wann die sehnlichst erwartete Unterstützung kommt, ist laut MDO zudem noch unklar.

Auch Susanna Karawanskij, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, sowie Referatsleiter Markus Brämer konnten derzeit nur ihre volle Unterstützung signalisieren.

Unter den Nägeln brennt der Branche in Thüringen das Thema Klassenfahrten. Derzeit ist aufgrund der Thüringer Rechtslage alles blockiert und es besteht keine Aussicht auf Belebung. „Die Corona-Pandemie hat sehr deutlich gezeigt, dass umgehend neue praxisnahe Regelungen mit der Schule als Vertragspartner benötigt werden“, fasst Mario König das dringende Problem in einen Satz und verkündete die Bildung eines breiten Aktionsbündnisses an. Die beiden Politiker nahmen auch hier die eindringliche Bitte um Nachbesserung auf.

Mit Corona sind die Herausforderungen im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung sowie die Umstellung auf emissionsarme Fahrzeuge nicht verschwunden. Ab August 2021 gilt eine neue EU-Verordnung, welche die Beschaffung von emissionsfreien Fahrzeugen im ÖPNV vorschreibt, deren praktische Umsetzung aber noch sehr unklar ist. Beide Punkte fordern von den Unternehmern massive Investitionen. „Wir kommen um dauerhaft höhere Zuschüsse an die Verkehrsunternehmen und gezielten Investitionshilfen nicht herum. Bis 2030 müssen in Thüringen ca. 1 Mrd. Euro in Fahrzeuge und Anlagen investiert werden. Das Geld muss aus der Politik kommen, andernfalls ist kein sozial- und umweltgerechter ÖPNV zu organisieren“, mahnt König mit Blick auf die drängenden Zukunftsfragen.

 

Bild: MDO-Vorsitzender Mario König begrüßte in Erfurt Staatsekretärin Susanna Karawanskij

Bildquelle: MDO

 




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