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Festung Königstein: „Das kommende Highlight ist der Kanonendonner“

Datum: Quelle: Newsletter Top-Thema

Die Festung Königstein in Sachsen bereitet sich auf anwachsende Besucherströme vor. Simone Voigt (Foto) vom Team Öffentlichkeitsarbeit erläutert, was Gruppen dort wieder erleben können und welche Einschränkungen es noch gibt.

 

BUSMAGAZIN: Frau Voigt, wie sieht die aktuelle Lage auf Königstein aus, dürfen Sie wieder Besucher empfangen?

Simone Voigt: Unsere 800 Jahre alte Festung Königstein, – eine der größten Bergfestungen Europas – darf nach den Lockerungen der bisherigen CoronaAuflagen in Sachsen endlich wieder besucht werden. Die Gäste können sich ganz ungezwungen bewegen, allein Nasen-Mundschutz muss zurzeit noch getragen werden. Unserer Führungen, dreimal am Tag, sind zudem noch auf zwölf teilnehmende Personen beschränkt.

 

BM: Wie schaut die augenblickliche Nachfrage aus?

Voigt: Wir erreichen momentan noch nicht die Besucherzahlen der letzten Jahre. Allein weil die Gäste aus Polen, Tschechien und Russland, immerhin ein Drittel der Königstein-Touristen, aufgrund der Corona-Einreiseregelungen noch nicht ohne Quarantäneaufenthalt in die Bundesrepublik kommen dürfen. Einerseits, andererseits merken wir aber deutlich, dass die Nachfrage aus Deutschland steigt; spürbar stärker als es aufgrund des allgemeinen touristischen Aufwärtstrends, den wir seit Jahren erleben, zu erwarten wäre.

 

BM: Dürfen Gruppen auch schon wieder zu Ihnen kommen?

Voigt: Wir setzen darauf, dass wir die Reservierungen für Gruppenbesuche ab dem Juli wieder realisieren können. Wie wir dann die Gruppenführungen unter den jeweils aktuellen Hygiene-Vorgaben seitens des Bundeslandes Sachsen umsetzen können, müssen wir einfach noch abwarten und dann aktuell entscheiden.

 

BM: Was sind die interessantesten Führungen, die Sie auf Königstein anbieten können?

Voigt: Die Komplettführung durch unsere Festung vereint natürlich alle Highlights, die Königstein zu bieten hat. Dazu gehören einfach die wesentlichen ober- wie unterirdischen An lagen. Aber wir offerieren auch viele spannende thematische Führungen, z. B. einen Gang in den Riesenweinfasskeller inklusive einer Weinverkostung oder die Exklusivführungen in die Friedrichsburg, einem der sogenannten Lusthäuser, ein Festschlösschen errichtet vom Kurfürsten Christian I. und luxuriöser umgebaut sowie gerne genutzt auch von August dem Starken.

 

BM: Wie viel Zeit sollte man für eine Führung mitbringen?

Voigt: Bei den Führungen richten wir uns grundsätzlich nach den Interessen der Gruppen und ihrer Zeit. Das kann bei 30 Min. beginnen und lässt sich wunderbar auf zwei Stunden ausdehnen.

 

BM: Inwieweit kann der Reiseveranstalter eigene Ideen, sagen wir mal einen speziellen Empfang für seine Gruppe, realisieren?

Voigt: Exklusive Wünsche, nehmen wir mal einen integrierten Sekt- oder Weinempfang lassen sich ohne Schwierigkeiten organisieren, z. B. am Kommandantengarten, an der Friedrichsburg oder auf dem Paradeplatz. Gerne draußen, wenn denn das Wetter mitspielt. Bei über 50 Gebäuden haben wir aber genügend Möglichkeiten, schlechtem Wetter auszuweichen. Wenn gewünscht, empfangen wir die Gäste sogar mir Fanfarenklang. Auf der Festung ist vieles möglich und wir sind gerne bereit, so manche sprudelnde Idee in die Tat umzusetzen, auch wenn wir sicherlich auf den Schutz der historischen Gebäude und ihr Inventar achten müssen.

 

BM: Wie gelangt der Gast bei Ihnen auf die Bergfeste und ist die Anlage barrierefrei?

Voigt: Unsere Bergfestung erreicht der Besucher per Aufzug, wenn er denn nicht über die historische Pforte, das Medusentor und die Apareille bis zum Paradeplatz hochspazieren will. Bis zum Personenaufzug kann der Bus übrigens vorfahren. Der oberirdische Teil der Festung, einschließlich der gut 2,3 km langen Ringmauer, ist weitgehend barrierefrei. In die unterirdischen Keller und Kasematten führen allerdings Treppen.

 

BM: Wie sieht es bei Ihnen mit Busparkplätzen aus und was bieten Sie den Reisebegleitern an Vergünstigungen?

Voigt: Beim Aufzug können ca. 15 Omnibusse parken. Bei größeren Veranstaltungen wird der Wagen etwas abseits abgestellt. Von dort shutteln wir den Chauffeur zurück zum Lift. Fahrer und Reiseleiter haben ab 15 Personen freien Zutritt zur Festung. Wir wollen demnächst weitere kleine Aufmerksamkeiten für das Begleitpersonal entwickeln, z. B. ein kleines Präsent beim Besuch unseres Weihnachtsmarktes, aber das ist noch nicht abgeschlossen.

 

BM: Was sind die publikumsstarken Events auf Königstein?

Voigt: Das Highlight im  kommenden September ist sicherlich der „Kanonendonner“ über dem Elbsandsteintal. Dabei kommen mehrere hundert Kanoniere aus ganz Europa mit ihren historischen Waffen zu uns und dürfen diese Geschütze mit Schwarzpulver bestückt und mit einer Sondergenehmigung versehen, im Nationalpark lautstark abfeuern. Das ist ein richtig nachgefragtes Spektakel. Unser historisch-romantischer Weihnachtsmarkt an allen Adventswochenenden und unsere Kasemattenweihnacht, ausgeleuchtet mit Herrnhuter Sternen, ziehen ebenfalls viele Gäste an. Die Dinnershows im Kasemattenrestaurant – von Gaukelei bis Artistik – sind vor allem in Herbst- und Wintermonaten gut besucht. Aktuell haben wir die Ausstellung „Faszination Festung“ des Militärhistorischen Museums Dresden auf Königstein im Neuen Zeughaus eröffnet. Diese dokumentiert über die Jahrhunderte, wie sich die Menschen die unterschiedlichsten Schutzräume geschaffen haben. Im August folgt dann das Alte Zeughaus, das alles, was für eine Verteidigung einer Festung wichtig war, präsentiert. Auch das zieht viele Gäste an. Und im Sommer 2021 hoffen wir, dass wir dann wieder unser Historienspektakel „Die Schweden erobern den Königstein“, ungestört von Corona, durchführen können. Dieses Spektakel mit gut 300 „Landsknechten“ aus dem 30jährigen Krieg erinnert an das Jahr 1639, als die Schweden vor Königstein lagen. Erobert haben sie die Festung allerdings nicht. Übrigens in all den Jahrhunderten auch kein anderer.

 

BM: Frau Voigt, herzlichen Dank für das Gespräch. Das Interview führte Chefredakteur Dirk Sanne.

 

Bild: Simone Voigt an der großen Kartaune

Bildquelle: Festung Königstein




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